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Aktuelles und News von Ihrer Engel Apotheke

Gesundes Essen beugt Karies vor - Zahngesunde Ernährung

Egal in welchem Lebensalter – eine ausgewogene Ernährung schützt die Zähne vor Karies. Besonders wichtig ist auch die Wahl des richtigen Getränks. Viele Apotheken in Bayern bieten individuelle Ernährungsberatung an.

Mit dem richtigen Pausenbrot fängt die Vorsorge an

Volker Schmitt, Apotheker und Pressesprecher der Apotheker in Bayern, bringt es auf den Punkt: „Grundvoraussetzung für gesunde Zähne ist eine Ernährung, die alle wichtigen Nährstoffe enthält.“ Ein gesundes Pausenbrot beugt der Entstehung von Karies bereits früh vor. Als Durstlöscher empfehlen Experten Wasser, ungesüßte Tees oder stark verdünnte Fruchtsaftschorlen.

Nach dem Genuss von säurehaltigen Getränken wie zum Beispiel Orangensaft oder Limonade sollte man mit dem Zähneputzen mindestens eine halbe Stunde warten. „Wird diese Wartezeit nicht berücksichtigt, kommt es zur Abtragung des Zahnschmelzes durch das Zähneputzen wie durch einen Schleifkörper“, warnt Schmitt.

Beratungsangebote in der Apotheke

Der beste Schutz für die Zähne ist der eigene Speichel. Er umspült die Zähne, führt ihnen Mineralien wie Kalzium und Magnesium zu und neutralisiert Säuren aus der Nahrung. „Versuchen Sie also oft frische Lebensmittel zu essen, die nicht zu weich sind und deshalb gut gekaut werden müssen. Das regt den Speichelfluss an und fördert somit die Selbstreinigung der Zähne“, rät Schmitt. Er weist darauf hin, dass Medikamente wie Antihistaminika und Beruhigungsmittel den Speichelfluss möglicherweise verringern und zu Mundtrockenheit führen. Produkte aus der Apotheke wie beispielsweise künstlicher Speichel schaffen bei diesem Problem Abhilfe.

Apotheker mit einer speziellen Fortbildung in Ernährungsberatung bieten in ganz Bayern ein Beratungskurse und Vorträge zur richtigen Ernährung an. Das Angebot reicht von Einzelgesprächen bis hin zur Ernährungserziehung in Kindergärten und Schulen.

Quelle: Bayerische Landesapothekerkammer

Weitere Informationen zu Apotheken mit der Weiterbildung Ernährungsberatung auf den Seiten der Bayerischen Landesapothekerkammer im Feld Apothekensuche.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/12470-zahngesunde-ernaehrung


Leistungsfähiger im Büro - Stehen statt sitzen

Das Arbeiten im Stehen steigert laut einer britischen Studie die Motivation und Leistungsfähigkeit von Büroangestellten. Lebensqualität und bestehende Rückenprobleme verbesserten sich ebenfalls durch die Arbeit an höhenverstellbaren Schreibtischen.

Für die Forschung ins Büro

Das Forscherteam um Prof. Charlotte Edwardson von der Universität Leicester ging der Frage nach, welchen Effekt eine veränderte Arbeitsposition auf die Arbeitsleistung von Büroangestellten hat. An der Studie nahmen 146 Angestellte des britischen Gesundheitsdienstes im Alter zwischen 18 und 70 Jahren teil. Die Teilnehmer verbrachten mindestens 75 Prozent ihrer Arbeitszeit im Sitzen verbringen und das an wenigstens 3 Tagen pro Woche.

Gut die Hälfte der Probanden (77 Personen) erhielt höhenverstellbare Schreibtische sowie ein Seminar zum richtigen Sitzen und Stehen am Arbeitsplatz mit einem persönlichen Feedback zur eigenen Sitzposition. Die 69 Arbeitnehmer in der Kontrollgruppe gingen ihrer Arbeit im Büro wie gewohnt nach.

Mehr Leistung im Stehen

Zu Studienbeginn verbrachten die Arbeitnehmer durchschnittlich 9,71 Stunden pro Tag im Sitzen. Nach einem Jahr saßen die Teilnehmer aus der Gruppe mit höhenverstellbaren Tischen 82 Minuten weniger während der Arbeit. In der Kontrollgruppe blieb die Zeitspanne, die die Angestellten im Sitzen zubrachten, unverändert. Büroangestellte, die mehr standen bei der Arbeit, berichteten über eine Verbesserung ihrer bestehenden Muskel- und Rückenbeschwerden. Auf Fragebögen gaben sie eine größere Zufriedenheit und mehr Engagement im Job an. Sie fühlten sich weniger müde während der Arbeit und berichteten von einer gestiegenen Lebensqualität. Die Autoren der Studie resümierten: „Das Arbeiten im Stehen scheint einen positiven Einfluss auf viele Faktoren zu haben, die mit der Arbeitsleistung assoziiert sind.“

Quelle: https://www.apotheken.de/news/12482-stehen-statt-sitzen


Reanimation im Notfall? Nur Mut! Jede Minute zählt

Ohne Sauerstoff überlebt das Gehirn höchstens fünf Minuten. Schnelles Handeln ist gefragt. Wer mit der Herzdruckmassage vertraut ist, kann im Notfall helfen ohne die Angst, etwas falsch zu machen – und Menschenleben retten.

Bei Kreislaufstillstand sofort mit Herzdruckmassage beginnen

Ein Atem- und Herzstillstand unterbricht die Durchblutung des Gehirns. Durch den Sauerstoffmangel erleiden die Nervenzellen bereits nach fünf Minuten irreparable Schäden. Mit jeder weiteren Minute ohne Sauerstoff steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient verstirbt oder eine Behinderung zurückbehält. Deshalb ist bei einem Kreislaufstillstand schnelle Hilfe entscheidend.

„Jedes Jahr erleiden etwa 50.000 Menschen außerhalb eines Krankenhauses einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Da kommt es auf die ersten Minuten an", betont der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Laut den Fachgesellschaften für Anästhesisten und Intensivmediziner führen in Deutschland nur in etwa 40 Prozent solcher Notfälle unmittelbar Beteiligte eine Herzdruckmassage durch. In Ländern wie zum Beispiel Dänemark oder Irland seien es über 70 Prozent.

„Es gibt vor allem eine moralische Verpflichtung jedes Bürgers, mit der Wiederbelebung zu starten“, begründet Spahn und ergänzt, dass es dafür auch praktische Übung brauche. Deshalb ist es für Spahn unerlässlich, dass möglichst viele Menschen eine Herzdruckmassage erlernen und anwenden können. Die folgenden drei Punkte fassen zusammen, wie Wiederbelebungsmaßnahmen auch für Laien leicht umsetzbar sind.

Reanimation in 3 Schritten:

  • „Prüfen“: Den Patienten ansprechen und behutsam rütteln.
  • „Rufen“: Andere Helfer auf die Situation aufmerksam machen und die Notrufnummer 112 wählen.
  • „Drücken“: Den Ballen der einen Hand auf die Mitte des Brustbeins setzen. Den Ballen der anderen Hand darauflegen. Dann 100 Mal pro Minute den Brustkorb mindestens 5 Zentimeter herunterdrücken. Geschulte Helfer führen zusätzlich die Mund-zu-Mund-Beatmung: 30 Herzdruckmassagen, gefolgt von 2 Beatmungen im Wechsel.

Quelle:https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/reanimation-im-notfall-nur-mut/


Nach der Grippe ist vor der Grippe - Impfung ratsam

Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichte einen Bericht mit aktuellen Zahlen zur schweren Grippewelle im vergangenen Winter. Mediziner mahnen die schlechten Impfraten beim medizinischen Personal und in der Bevölkerung an.

Vergangene Grippewelle besonders schwer

Mit 9 Millionen grippebedingten Arztbesuchen liegen die Zahlen der Saison 2017/2018 laut dem Bericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) des RKI außergewöhnlich hoch. Zwei Millionen Menschen mehr suchten einen Arzt auf als in den starken Grippezeiträumen 2012/2013 und 2014/2015. Die AGI ermittelte die Krankheitslast mit Hilfe von rund 550 Arztpraxen, die bundesweit die Zahl ihrer Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen meldeten. Dieser so genannte Praxisindex war in der Grippewelle 2017/2018 so hoch wie in keiner vom RKI bisher ausgewerteten Saison seit 2001. Auch auf Intensivstationen übertraf die Zahl der Patienten mit schweren akuten Atemwegserkrankungen die drei vergangenen Winter deutlich. Für Berlin liegt bereits eine Schätzung von 1100 zusätzlichen Todesfällen in Zusammenhang mit einer Grippeerkrankung (Influenza) vor.

Schutzimpfung rettet Leben

Prof. Lothar Wieler, Präsident des RKI, hebt die Bedeutung einer Schutzimpfung gegen Grippe hervor: „Die Schutzmöglichkeiten müssen besser genutzt werden.“ Der Impfstoff setzt sich jede Saison aus anderen Komponenten zusammen und bleibt die wichtigste Schutzmaßnahme. Um das Erkrankungsrisiko möglichst gering zu halten, raten Experten zusätzlich zu gründlichem Händewaschen mit Seife und Abstandhalten zu erkrankten Personen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Grippeimpfung für alle Personen über 60 Jahren, für chronisch Kranke, Schwangere und für medizinisches und Pflegepersonal. „Mit keiner anderen Impfung lassen sich hierzulande mehr Leben retten“, betont Wieler. RKI-Wissenschaftler stellten viel zu niedrige Impfquoten in Kliniken und in der Allgemeinbevölkerung fest: Nur 6 von 10 Ärzten waren in der Grippesaison 2016/2017 geimpft und nur etwa jeder dritte Angehörige des Pflegepersonals. In der Bevölkerung waren knappe 35 Prozent der Menschen über 60 Jahren gegen Grippe geimpft.

Quelle:https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/nach-der-grippe-ist-vor-der-grippe/


HDL-Cholesterin: Gut oder böse?

Hohes HDL fördert Herzerkrankungen

Laut einer amerikanischen Studie steigt bei sehr hohen HDL-Cholesterin-Werten das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Experten stellen deswegen seine bisherige Stellung als „gutes Cholesterin“ in Frage.

Proteine transportieren Cholesterin im Blut

Cholesterin löst sich im Körper nicht im Blutplasma und wird deshalb zum Transport an Eiweiße (Proteine) gebunden. Das Eiweiß LDL (Lipoprotein mit geringer Dichte) nimmt von der Leber produziertes Cholesterin auf und bringt es zu den Körperzellen. Es wird oft umgangssprachlich als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet. Das Eiweiß HDL (Lipoprotein mit hoher Dichte) transportiert Cholesterin von den Körperzellen zurück zur Leber. Dieses „gute Cholesterin“ baut Cholesterin aus der Gefäßwand ab und senkt damit das Risiko für Arterienverkalkung (Arteriosklerose).

Kein Schutz bei sehr hohen HDL-Cholesterin-Werten

Amerikanische Forscher untersuchten, wie HDL-Cholesterin-Werte (HDL-C-Werte) mit Herzinfarktrisiko und Sterblichkeit zusammenhängen. Dazu wertete das Team um den Mediziner Marc Allard-Ratick Daten von fast 6000 Personen mit einem Durchschnittsalter von 63 Jahren aus. Die meisten der Probanden litten bereits an einer Herzerkrankung, was in die Bewertung einbezogen wurde. Außerdem berücksichtigten die Wissenschaftler neben Alter und Geschlecht der Teilnehmer auch Faktoren wie Gewicht, Blutdruck, Medikation und die Werte des LDL-Cholesterins.

Studienteilnehmer, deren HDL-C-Wert über 60 Milligramm pro Deziliter lag, hatten ein um 50 Prozent höheres Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben oder einen Herzinfarkt zu erleiden als Probanden mit einem HDL-C-Wert zwischen 41 und 60 Milligramm pro Deziliter.

Mechanismus für fehlende Schutzwirkung unklar

„Erhöhte HDL-C-Werte sind paradoxerweise mit einem erhöhten Risiko für unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse […] verbunden“, erläutert Allard-Ratick. Die Wissenschaftler werteten diese Studienergebnisse als Hinweis darauf, dass bei hohen Werten das HDL-Cholesterin nicht richtig funktioniert und keinen Schutz mehr für die Gefäßwände bietet. Der genaue Mechanismus, wie diese Schutzwirkung verlorengeht, ist Gegenstand weiterer Forschungen. Doch Allard-Ratick betont: „Eines ist allerdings klar: Das Mantra vom HDL-Cholesterin als ‚gutem‘ Cholesterin wird nicht mehr […] gelten“.

Quellen:https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/hdl-cholesterin-gut-oder-boese/


Bewegungsmangel globales Problem: Frauen hinken Männern hinterher

Jeder vierte Mann und jede dritte Frau weltweit bewegen sich zu wenig. Eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) deckt auf, dass der Mangel an körperlicher Aktivität vor allem reiche Länder betrifft.

Jeder vierte Erwachsene körperlich inaktiv

Die Vorteile von körperlicher Betätigung sind klar: Wer sich regelmäßig bewegt, senkt sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Die vorbeugende Wirkung von körperlicher Aktivität auf Brust- und Darmkrebs sehen Experten als erwiesen an und Übergewicht tritt seltener auf. Zusätzlich steigert sich das psychische Wohlbefinden und Demenzerkrankungen verzögern sich.

Die WHO nahm deshalb körperliche Bewegung in ihr globales Aktionsprogramm für die Jahre 2001 bis 2020 auf mit der Zielsetzung, den Bewegungsmangel bis zum Jahr 2025 um 10 Prozent zu senken.

WHO-Programm verfehlt Ziel

Regina Guthold und ihr Team von der WHO-Zentrale in Genf analysierten insgesamt 358 Umfragen aus 168 Ländern mit etwa 1,9 Millionen Menschen im Zeitraum von 2001 bis 2015. Sie befragten die Teilnehmer zu ihrer täglichen Aktivität während ihrer Arbeit, zu Hause und in ihrer Freizeit sowie zu ihren Transportmitteln.

Der Anteil der inaktiven Weltbevölkerung verringerte sich kaum; 2001 lag er bei 28,5 Prozent, bis zum Jahr 2016 sank dieser Anteil minimal auf 27,5 Prozent. In Ländern mit hohem Einkommen stieg im gleichen Zeitraum der Anteil der Menschen mit zu wenig Bewegung von 30,9 auf 36,8 Prozent. Deutschland gehörte laut Studie zu den Ländern mit dem größten Anstieg (mehr als 15 Prozent). Insgesamt lag die Häufigkeit körperlicher Inaktivität im Jahr 2016 in Ländern mit hohem Einkommen mehr als doppelt so hoch wie in ärmeren Ländern (36,8 Prozent gegenüber 16,2 Prozent).

Frauen weniger aktiv wie Männer

Frauen leiden häufiger als Männer unter einem Mangel an Bewegung; 2016 betrug der Anteil inaktiver Frauen weltweit 31,7 Prozent, bei Männern waren es nur 23,4 Prozent. Die Ursachen untersuchte die WHO-Studie nicht. Möglicherweise sind kulturelle Unterschiede zwischen den Geschlechtern und die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes sowie die motorisierte Mobilität für Unterschiede in der körperlichen Betätigung verantwortlich. Mit einem weiteren Aktionsprogramm bis 2030 beabsichtigt die WHO, größere Teile der Weltbevölkerung zu körperlicher Aktivität zu motivieren.

Quelle:https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/bewegungsmangel-weltweites-problem/


Falsche Selbstwahrnehmung: Wütende überschätzen ihre Intelligenz

Australische und polnische Forscher fanden heraus: Wütende Menschen halten sich häufig für schlauer, als sie es tatsächlich sind. Dabei spielten charakterbedingte Wut und Selbstverliebtheit eine Rolle.

Selbsteinschätzung der Intelligenz oft unrealistisch

Die Universität Warschau und die Universität Perth untersuchten, wie charakterbedingte Wut und Wahrnehmung der eigenen Intelligenz zusammenhängen. Charakterbedingte Wut beschreibt Wutanfälle von Menschen, die schnell gereizt sind und aufgrund ihrer Veranlagung zu Wutausbrüchen neigen. Teilnehmer der Studie waren Bachelorstudierende aus Warschau. Im ersten Teil beantworteten die Probanden Fragen zur Einschätzung ihres Charakters in Bezug auf charakterbedingte Wut, mentale Stabilität und Selbstverliebtheit (Narzissmus). Im zweiten Teil bewerteten die Studenten ihre Intelligenz selbst auf einer 25-Punkte-Skala und absolvierten danach einen objektiven Intelligenztest.

„Wut kann in manchen Fällen die Konsequenz von verminderter emotionaler Stabilität, also beispielsweise von Ängsten, sein,“ berichtet der Co-Autor der Studie Prof. Gilles Gignac. Er ergänzt: „In manchen Fällen ist es aber nicht Angst, die Frustration, Boshaftigkeit oder Wutausbrüche schürt. Hier scheint der Grund Narzissmus zu sein. Entsprechend bewerten die Narzissten auf Nachfrage ihre Intelligenz besonders hoch.“

Wut entwickelt sich langsam

Laut Gignac ist die Hauptpersönlichkeitsstörung des Narzissten eine übertriebene positive Selbstwahrnehmung. Die Verbindung zwischen Narzissten und Intelligenzüberschätzung sei daher nicht überraschend. Doch Gignac betont, dass auch charakterbedingte Wut von Bedeutung ist: „Es wird vermutet, dass sich bei vielen […] Narzissten dieses Wutgefühl mit der Zeit entwickelt, wenn ihnen langsam bewusst wird, dass es einen Unterschied zwischen der eigenen Wahrnehmung ihrer eingebildeten Großartigkeit und ihren tatsächlichen Leistungen und Errungenschaften gibt.“

Quelle:https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/falsche-selbstwahrnehmung/


Vermehrt schwere Sonnenbrände: Ärzte besonders gefordert

Spezialisten für Brandverletzungen behandeln derzeit besonders viele Patienten mit Verbrennungen der Haut. Gründe sind die intensive Sonneneinstrahlung und oft ein unzureichender Sonnenschutz bei Aufenthalten im Freien.

Verbrennungen durch intensive Sonneneinstrahlung

Auf Brandverletzungen spezialisierte Kliniken wie beispielsweise das Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) verzeichnen in den Sommermonaten einen Anstieg an Patienten, die unter den Folgen von schweren Sonnenbränden leiden. „Da geht es nicht mehr um Hautrötungen. Das sind Verbrennungen zweiten Grades samt Blasenbildung“, erklärt die Sprecherin des UKB Angela Kijewski. „Betroffen sind alle Altersgruppen – von Kindern ohne ausreichenden Sonnenschutz bis hin zu Senioren, die erschöpft in der Sonne eingeschlafen sind.“ Oft kämen die Patienten nachts, weil sie die Schmerzen nicht mehr aushalten, manchmal komme Fieber dazu.

Bei Blasenbildung immer zum Arzt

„Bei einer Blasenbildung der Haut nach einem Tag in der Sonne sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden“, betont Kijewski. Eine ärztliche Behandlung lindert die Schmerzen und beugt Entzündungen vor. Diabetiker sieht Kijewski besonders gefährdet, weil diese ein vermindertes Schmerzempfinden haben und das Entstehen eines Sonnenbrandes erst spät bemerken. Oft würden die Betroffenen auch die starke Lichtreflexion am oder im Wasser unterschätzen.

Hautkrebs gilt als Spätfolge einer häufigen und zu intensiven Sonneneinstrahlung ohne ausreichenden Schutz. Bestimmte Berufsgruppen wie Bauarbeiter oder Dachdecker unterliegen einem besonders großen Risiko. Dermatologen raten zu einem angepassten Sonnenschutz durch Kleidung, Kopfbedeckung und der Verwendung von Sonnenschutzcremes.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/vermehrt-schwere-sonnenbraende/


Übergewicht bei Jugendlichen: Zu viele Kilos belasten das Herz

Bereits im Jugendalter schadet Übergewicht dem Herzen. Forscher der Universität Bristol wiesen bei übergewichtigen Jugendlichen einen erhöhten Blutdruck und einen vergrößerten Herzmuskel nach.

Schäden am Herzmuskel bereits in jungen Jahren

Wissenschaftler um Kaitlin Wade von der Universität Bristol stellten sich die Frage, ob Übergewicht schädliche Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System im Jugendalter hat. Das Expertenteam untersuchte 3000 Jugendliche jeweils im Alter von 17 und 21 Jahren. Das Gewicht der Studienteilnehmer beurteilten die Forscher mit dem Body-Mass-Index (BMI). Die Herzfunktion bewerteten sie über die Herzfrequenz und die Pulswellengeschwindigkeit in großen Gefäßen wie der Halsschlagader. Die Pulswellengeschwindigkeit nimmt ab, wenn Blutgefäße weniger elastisch oder verengt sind. Dies ist zum Beispiel bei Arteriosklerose (Arterienverkalkung) der Fall, wenn sich Bindegewebe, Kalk und Fett in den Blutgefäßen ablagern. Die Herzgröße ermittelten die Forscher bei den 21-Jährigen durch eine Magnetresonanztomografie (MRT).

Die Herzfrequenz der Jugendlichen mit Übergewicht war nicht erhöht und die Pulswellengeschwindigkeit nicht erniedrigt im Vergleich zu schlanken Jugendlichen. Probanden, die mit 17 Jahren bereits übergewichtig waren, hatten im Alter von 21 Jahren häufiger einen erhöhten Blutdruck und einen vergrößerten linken Herzmuskel als schlanke Jugendliche.

Arteriosklerose kommt erst später

In der Vergrößerung des linken Herzmuskels sahen die Wissenschaftler eine Folge des Bluthochdrucks und eine Schädigung des Herzens: Durch den erhöhten Blutdruck arbeitet die linke Herzkammer gegen einen größeren Widerstand, die Muskelmasse passt sich an und nimmt zu. Ärzte sprechen dann von einer Herzhypertrophie. Wade und Kollegen werteten die Hypertrophie als Risiko für eine spätere Herzmuskelschwäche. Aufgrund ihrer Ergebnisse nahmen die Wissenschaftler an, dass eine beschleunigte Arteriosklerose, die für Erwachsene das Risiko einer Herzerkrankung bedeutend erhöht, erst im fortgeschrittenen Lebensalter auftritt.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/uebergewicht-bei-jugendlichen/


Handy senkt Gedächtnisleistung: Strahlung schadet Jugendlichen

Eine Studie aus der Schweiz zeigte, dass sich durch Nutzung von Mobiltelefonen am Ohr die Gedächtnisleistung von Jugendlichen schlechter entwickelte. Spielen, Textnachrichten verschicken und Surfen wirkten sich nicht auf die Leistung aus.

Hohe Strahlenbelastung beim Telefonieren

Die Konfrontation mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern (HF-EMF) im Alltag stieg deutlich durch den technischen Fortschritt. Für das Gehirn ist die größte Strahlenquelle die Benutzung eines Mobiltelefons direkt am Kopf. Eine aktuelle Studie des Schweizer Tropen- und Public Health Instituts (Swiss TPH) untersuchte die Auswirkung von Mobilfunkstrahlung auf die Gedächtnisentwicklung von Jugendlichen.

An der einjährigen Untersuchung nahmen fast 700 Schüler im Alter zwischen 12 und 17 Jahren aus ländlichen als auch städtischen Gebieten teil. Zur Auswertung nutzten die Forscher erhobene Nutzerdaten der Mobilfunkbetreiber.

Die Belastung durch HF-EFM beeinflusste bei den Jugendlichen negativ die Entwicklung der Gedächtnisleistung. Die Wissenschaftler konzentrierten ihre Untersuchung auf die sogenannte figurale Gedächtnisleistung, die vor allem über die rechte Gehirnhälfte gesteuert wird. Bei Studienteilnehmern, die ihr Telefon an der rechten Kopfseite nutzten, war der negative Effekt stärker ausgeprägt. „Dies deutet darauf hin, dass vom Gehirn absorbierte elektromagnetische Strahlung für die beobachteten Zusammenhänge verantwortlich sind“, erläutert Martin Röösli, Leiter der Einheit Umwelt und Gesundheit am Swiss TPH.

Die Strahlenbelastung auf das Gehirn durch Handyfunktionen wie Spielen, Surfen oder Versenden von Kurznachrichten war in der Studie nur gering und hatte keinen Effekt auf die Gedächtnisleistung der Jugendlichen.

Headsets und Lautsprecher beugen vor

Wie die HM-EFM Prozesse im Gehirn beeinflusst, ist laut Röösli noch unklar. „Zum Beispiel könnten die Studienergebnisse durch die Pubertät beeinflusst worden sein, die sich sowohl auf die Mobiltelefonnutzung als auch auf das Verhalten und die kognitiven Fähigkeiten der Teilnehmenden auswirkt.“ Für das Verhalten im Alltag empfiehlt Röösli: „Mögliche Risiken für das Gehirn können durch den Einsatz von Headsets oder Lautsprechern beim Telefonieren minimiert werden, insbesondere bei geringer Netzqualität und maximaler Leistung des Mobiltelefons.“

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/handy-senkt-gedaechtnisleistung/


Leistungsfähig trotz Hitze: Tipps für den Arbeitsalltag

Die hohen Temperaturen machen vielen Berufstätigen an ihrem Arbeitsplatz zu schaffen. Die Bayerische Landesapothekerkammer (BLAK) gibt Empfehlungen, wie die Sommerhitze im Büro und hinter der Ladentheke besser zu ertragen ist.

Viel trinken und leichte Kost steigern das Wohlbefinden

An heißen Tagen und bei harter Arbeit verliert der Körper viel Flüssigkeit. Welche Folgen das für den Kreislauf hat, erläutert BLAK-Geschäftsführer Volker Schmitt: „Durch Schwitzen verliert der Körper nicht nur Flüssigkeit, sondern auch lebenswichtige Mineralstoffe. Werden dann Flüssigkeit und Mineralstoffe nicht regelmäßig ersetzt, nimmt die Leistungsfähigkeit ab, es kann zu Schwindelgefühl, Durchblutungsstörungen oder Muskelkrämpfen kommen.“ Apotheker Schmitt rät: „Eineinhalb bis zwei Liter sollte man täglich trinken und an heißen Tagen etwas mehr. Wasser, Saftschorle oder Kräuter- und Früchtetees sind ideale Durstlöscher. Auch wasserreiches Obst und Gemüse wie zum Beispiel Melonen, Tomaten und Gurken tragen zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs bei. Limonaden und Cola-Getränke sind aufgrund ihres hohen Zucker- und Energiegehaltes zum Durstlöschen ungeeignet“.

Im Sommer lässt sich laut Schmitt die „Fünf am Tag“-Regel der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) besonders leicht umsetzen: Experten der DGE empfehlen, fünfmal am Tag frisches Obst und Gemüse auf den Speiseplan zu setzen sowie statt großer, kalorienreicher Mahlzeiten lieber fünf kleine, leichte Gerichte zu genießen.

Für Abkühlung sorgen, vor UV-Strahlung schützen

Schmitt schlägt vor, zur Abkühlung kaltes Wasser über die Handgelenke laufen zu lassen oder ein kaltes Unterarmbad zu nehmen. Er erklärt den Effekt: „Durch den Kältereiz werden die Gefäße wenigstens für kurze Zeit enger – der Kreislauf wird wieder gestärkt.“

Bei Aufenthalt im Freien ist für Schmitt der Schutz vor UV-Strahlung Pflicht. Oft reiche jedoch Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor nicht aus um Hautschäden zu verhindern, merkt Schmitt an. Sein Tipp: „Der beste Sonnenschutz ist die Kleidung und der Kopf sollte […] bedeckt sein.“

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/leistungsfaehig-trotz-hitze/


Exotische Mücken im Gepäck: Infektionsgefahr aus dem Süden

Tropische Infektionskrankheiten nehmen in Deutschland zu. Hamburger Wissenschaftler zeigten, auf welchem Weg exotische Überträgermücken nach Deutschland kommen und welche Gefahren sie mitbringen.

Einreise entlang der Autobahn

Die nur einige Millimeter große Asiatische Tigermücke überträgt für den Menschen gefährliche Krankheitserreger, zum Beispiel das Dengue-Virus. Dieses Virus löst eine grippeartige Erkrankung mit starken Muskel- und Gelenkschmerzen aus. Die Asiatische Tigermücke ist eigentlich in subtropischen und tropischen Gebieten wie Mittelamerika, Südostasien und der Karibik beheimatet. Laut Prof. Egbert Tannich vom Bernhardt-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg sei es im Sommer inzwischen nicht ungewöhnlich, im Breisgau oder entlang des Oberrheins einer Asiatischen Tigermücke zu begegnen.

Tannich und seine Kollegen entdeckten, dass sich exotische Krankheitserreger zunächst vor allem entlang der Hauptreiserouten an Autobahnraststätten ausbreiteten. Tannich erläutert: „Die Mücken reisen im Auto mit. Wenn sich an den Raststätten die Türen öffnen, gelangen sie ins Freie und legen Eier ab.“ Er führt aus, wie sich die Population vergrößert: „Es bilden sich rasch Brutstätten in Gefäßen, die Wasser enthalten. Das können Regentonnen, aber auch kleinere Gefäße sein. […] die Menschen berichten häufiger, von diesen Mücken gestochen worden zu sein. Wir veranlassen dann, dass die Brutstätten eliminiert werden.“

Steigende Fallzahlen beim Dengue-Fieber

Die Häufigkeit von Infektionen in Deutschland wie beispielsweise dem Dengue-Fieber erfasst das Robert Koch-Institut. In den Jahren von 2002 bis 2009 lag der höchste Wert bei 298 Erkrankungen pro Jahr. Danach nahmen die Meldungen deutlich zu: 2013 waren es 877 Fälle, 2016 erkrankten 957 Menschen und 2017 wurden 635 Infektionen übermittelt.

Die Gefahr von Dengue-Fieber-Ausbrüchen in Deutschland stuft Tannert noch als gering ein: „Damit sich die Krankheitserreger in den Überträgermücken vermehren und übertragen werden können, müssen die Außentemperaturen für längere Zeit mindestens 25 Grad Celsius betragen und dies ist bei uns auch im Sommer nur selten.“

 
Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/exotische-muecken-im-gepaeck/

Grillparty ohne Brandblasen: Verbrennungen vermeiden und behandeln

Besonders beim Grillen besteht die Gefahr von Brandverletzungen. Der Bayerische Apothekerverband e. V. gibt Tipps, wie Verbrennungen richtig behandelt und Unfälle am Grill vermieden werden.

Erste Hilfe: Kühlen unter fließendem Wasser

Bei Brandverletzungen muss zuerst eine weitere Schädigung der Haut gestoppt und der Brand gelöscht werden. Der Vorsitzende des Bayerischen Apothekerverbandes e. V. Hans-Peter Hubmann rät: „Danach sollten Sie die betroffenen Stellen kühlen. Dazu verwenden Sie am besten nicht zu kaltes Wasser. Vom Gebrauch von Eiswasser oder Kühlakkus rate ich dringend ab. Sie würden das Gewebe noch mehr schädigen. Halten Sie die betroffenen Körperteile unter fließendes Wasser, bis der Schmerz nachlässt, mindestens jedoch 15 Minuten.“

Nach dem Kühlen wird die Brandwunde am besten mit einer sterilen Kompresse abgedeckt, um einer Infektion vorzubeugen. Kompressen, die mit einer Metallschicht bedampft sind, eignen sich besonders gut, da sie kaum mit der Wunde verkleben.

Kleinere Brandwunden selbst behandeln, Hausmittel sind tabu

Eine leichte Verbrennung, bei der die Verletzung nicht großflächig und die Haut nur gerötet ist, lässt sich zuhause in Eigenregie weiter versorgen: Brand- oder Wundgele desinfizieren und haben einen kühlenden Effekt. Hausmittel wie Mehl, Butter oder Zahnpaste gehören laut Hubmann nicht auf Brandwunden. Der Apotheker erklärt: „Sie verkleben die Wunde und sind nur schwer zu entfernen, wenn diese vom Arzt versorgt werden muss“.

Bei Verbrennungen, die größer sind als die Handfläche des Patienten, rät Hubmann dringend zu einer Versorgung durch den Rettungsdienst. Das gelte auch, wenn der Patient starke Schmerzen oder Schwindelanfälle hat. Er hebt hervor: „Verbrennungen bei Säuglingen und Kindern müssen in jedem Fall von einem Arzt behandelt werden, weil der Verbrennungsbereich im Verhältnis zur kleinen Körpergröße immer relativ groß ist.“

Tipps für unfallfreies Grillen

  • Beim Grill auf einen sicheren und windgeschützten Stand achten.
  • Nur feste Grillanzünder aus dem Fachhandel verwenden.
  • Keine brennbaren Flüssigkeiten wie Benzin, Diesel oder Spiritus einsetzen.
  • Am Grill mit langer Grillzange und Schutzhandschuhen arbeiten.
  • Für den Notfall immer einen Eimer Sand oder Wasser zum Löschen in der Nähe des Grills bereithalten.
  • Kinder gut beaufsichtigen und einen Sicherheitsabstand zum Grill einhalten.


Abwehr beginnt im Mund: Schärfe und Säure wehren Keime ab

Münchner Forscher untersuchten in einer Studie die Auswirkung von Geschmacksstoffen auf die Immunabwehr im Speichel. Zitronensäure und die Schärfe des Ingwers aktivierten Eiweiße, die Pilze und Bakterien abwehren.

Untersuchung der Speichelzusammensetzung

Die Forscher von der Technischen Universität München stellten sich die Frage, welchen Einfluss verschiedene Geschmacksstoffe aus der Nahrung auf die Zusammensetzung des Speichels im Mund haben. Die getesteten Geschmacksstoffe waren Zitronensäure (sauer), Kochsalz (salzig), der Geschmacksverstärker Glutamat (umami oder würzig), der Süßstoff Aspartam (süß), Gingerol aus der Ingwerwurzel (scharf) und zwei Substanzen aus dem Szechuanpfeffer (kribbelnd und betäubend). Nach der Stimulation nahmen die Forscher frische Speichelproben und bestimmten Art und Menge der enthaltenen Eiweiße (Proteine).

Proteine gegen Wachstum von Bakterien und Pilzen

Der scharfe Inhaltsstoff aus dem Ingwer regte die Aktivität eines Poteins an, was zu einer dreifach höheren Menge der Verbindung Hypothiocyanat führte. Hypothiocyanat blockiert das Wachstum von Bakterien und Pilzen, indem es in ihren Stoffwechsel eingreift. Nach Gabe von Zitronensäure verzehnfachte sich die Menge an antibakteriellem Lysozym im Speichel. Lysozym ist in der Lage, die Zellwand vieler Bakterien zu zerstören.

„Unsere neuen Erkenntnisse zeigen, dass geschmacksgebende Stoffe bereits im Mundraum biologische Wirkungen besitzen, die weit über ihre bekannten sensorischen Eigenschaften hinausgehen", erläutert Prof. Thomas Hofmann vom Lehrstuhl für Lebensmittelchemie.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/abwehr-beginnt-im-mund/


Neuer Warnhinweis für Schmerzmittel: Bundesrat billigt Verordnung

Auf den Verpackungen von rezeptfrei erhältlichen Schmerzmitteln warnen zukünftig neue Hinweise vor einer zu langen Einnahme. Der Bundesrat stimmte der Analgetika-Warnhinweis-Verordnung zu.

Einnahmedauer oft zu lange

Am 8. Juni 2018 billigte der Bundesrat die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorgelegte Analgetika-Warnhinweis-Verordnung. In Zukunft muss der Satz „Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärztlichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungsbeilage vorgegeben“ auf der Außenpackung aufgedruckt werden. Die Verordnung erfasst rezeptfreie Schmerzmittel, die zur Behandlung leichter bis mäßig starker Schmerzen oder von Fieber eingesetzt werden und die beispielsweise die Wirkstoffe Paracetamol, Ibuprofen, Diclofenac oder Acetylsalicylsäure (ASS) enthalten.

Studien zufolge nehmen ein Fünftel der Frauen und fast ein Drittel der Männer derartige Analgetika länger als die vorgegebenen vier Tage. Bei zu langer Einnahme erhöht sich das Risiko für Magen-Darm-Blutungen, Nierenschäden und Schlaganfälle.

Schutz für die Verbraucher

Mit der neuen Verordnung würden die Verbraucher „in Bezug auf die Dosis und Anwendungsdauer auch rezeptfreier Arzneien sensibilisiert und von einer Einnahmedauer ohne ärztlichen Rat von über vier Tagen abgehalten“, begrüßt der Präsident der Deutschen Schmerzgesellschaft Martin Schmelz den Beschluss des Bundesrates. Vielen Menschen sei nicht klar, dass auch rezeptfreie Schmerzmittel gefährlich sein könnten.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/schmerzmittel-mit-neuem-warnhinweis/


Phänomen Seitenstechen: Meist Freizeitsportler betroffen

Schmerzhaftes Seitenstechen tritt meist bei Freizeitsportlern und nur unter Belastung auf. Die Gründe sind bis heute wissenschaftlich nicht geklärt. Experten geben Tipps, wie man Seitenstechen vermeiden kann.

Schmerzhaft, aber ungefährlich

Seitenstechen ist ein Schmerz in der rechten oder linken Seite des Bauches. Betroffen sind meist Ausdauersportler, vor allem Läufer. „Eher selten kommt es auch beim Schwimmen oder Radfahren vor“, erklärt Prof. Klaus Völker, Weiterbildungsbeauftragter der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention. Seitenstechen tut zwar weh, gesundheitsgefährdende Folgen sind aber nicht bekannt: „Es geht nach dem Sport wieder weg und verursacht keine bleibenden Schäden“, beruhigt Völker. Der Mediziner aus Münster ergänzt, dass häufig Seitenstechen bei Menschen auftritt, die schlecht trainiert sind oder eine längere Trainingspause hinter sich haben.

Viele Möglichkeiten, dem Schmerz zu entgehen

Es existieren verschiedene Erklärungsansätze, woher das Seitenstechen kommt. „Wenn man das Seitenstechen […] untersuchen will, ist es schon weg“, erläutert Völker. Seiner Meinung nach hat die Entstehung mit der Umverteilung des Blutes während des Sports zu tun. Die Durchblutung der arbeitenden Muskeln steigt an, dagegen wird der Blutfluss in Leber und Milz reduziert, was laut Völker zu Verformungen der Organe und einer Zugbelastung auf die bindegewebigen Strukturen zur Folge hat. „Beides erzeugt wahrscheinlich die Schmerzen“, folgert Völker.

Andere Experten halten Gasblasen im Darm, die sich verklemmt haben, für die Ursache des Seitenstechens. Auch die schlechte Sauerstoffversorgung des Zwerchfells oder ein Druck auf die Nerven zwischen den Rippen stehen im Verdacht, Auslöser für die krampfartigen Schmerzen zu sein.

Die Experten sind sich einig: Wer Seitenstechen vermeiden will, passt das sportliche Programm am besten seinen eigenen Fähigkeiten an. Ebenfalls hilfreich sind gutes Aufwärmen und ausreichend Zeit für die Verdauung einer Mahlzeit. Wenn der Schmerz bereits in die Seite geschossen ist, empfiehlt Daniel Lay, Arzt an der Sporthochschule Köln, die Arme nach oben zu strecken und den Körper in eine aufrechte Position zu bringen.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/phaenomen-seitenstechen/


Medikamente kühl lagern: Herausforderung Sommerhitze

Sowohl Apotheker wie auch Patienten stellt das warme Wetter vor besondere Aufgaben: Temperaturempfindliche Arzneimittel müssen bei Lagerung und während einer Reise gekühlt werden, damit sie wirksam bleiben.

Apotheke vor Ort garantiert Kühlung ohne Unterbrechung

Jedes Jahr erfordern etwa 30 Millionen der ärztlich verordneten Arzneimittel eine Lagertemperatur von höchstens 8 Grad Celsius. Darunter sind einige besonders empfindliche Medikamente, die während der gesamten Lieferkette sowie bei der Lagerung zwischen 2 und 8 Grad Celsius gekühlt werden müssen. Zu diesen kühlkettenpflichtigen Arzneimitteln gehören zum Beispiel Impfstoffe, Asthmasprays und bestimmte Augentropfen. Der Apotheker und Patientenbeauftragte des Deutschen Apothekerverbandes Berend Groeneveld verweist auf die Rolle der Apotheken: „Kühlpflichtige Arzneimittel eignen sich kaum für den Versandweg. Bei Arzneimitteln aus der Apotheke vor Ort ist die Temperaturführung […] bis zur Abgabe an den Patienten indes garantiert. Deswegen ist es für Patienten wichtig, eine Apotheke in der Nähe zu haben.“

Kühlpflichtig oder nicht? Die Apotheke gibt Auskunft

Groeneveld gibt als praktischen Tipp: „Wenn ein Arzneimittel kühlpflichtig ist, so ist das auf der Packung vermerkt. Patienten, die unsicher sind, können aber jederzeit in ihrer Apotheke fragen.“

„Vorsicht […] bei Medikamenten wie Insulin, die zuhause im Kühlschrank gelagert werden müssen! Das Insulin kann unterwegs in einer Kühlbox mit Kühlakku gelagert werden, darf aber nicht einfrieren und sollte deshalb mit einem Handtuch umwickelt werden. Insulinpens, die im Gebrauch sind, können bei Raumtemperatur gelagert werden, aber nicht über 25 Grad Celsius,“ rät Groeneveld bei längeren Reisen.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/medikamente-kuehl-lagern-1/


Durchfallerreger auf Hühnereiern: Tipps gegen eine Ansteckung

Über verunreinigte Hühnereier können Bakterien auf den Menschen übertragen werden, die eine ansteckende Darmentzündung hervorrufen. Eine Keimübertragung lässt sich durch hygienische Maßnahmen vermeiden.

Campylobacter: häufigster bakterieller Erreger von Darmentzündungen

Die schraubenförmigen Campylobacter-Bakterien finden sich vor allem im Darm von Geflügel und gelangen über den Hühnerkot auf die Schale von Hühnereiern. Nicht durchgegartes Geflügelfleisch ist die bedeutendste Quelle für Infektionen mit Campylobacter, aber auch Eier übertragen den Keim auf den Menschen.

Bereits wenige Bakterien verursachen eine Campylobacter-Enteritis, also eine Darmentzündung mit Fieber, Bauchschmerzen und oft blutigem Durchfall. Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 70.000 Fälle von Campylobacter-Enteritis gemeldet, sie ist damit die häufigste bakterielle, durch Lebensmittel verursachte Erkrankung.

Hygiene bei Herstellung und Verarbeitung

Mit einer guten Stallhygiene und dem Entfernen von Hühnerkot bei der Verpackung von Hühnereiern verringern Lebensmittelhersteller die Keimbelastung für den Verbraucher. „Mit guter Küchenhygiene kann man das Infektionsrisiko durch Hühnereier noch weiter senken“, sagt Professor Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). „So sollten Küchenutensilien und Hände nach Kontakt mit rohen Eiern gründlich gereinigt werden. Und wer mit Eiern zubereitete Speisen ausreichend erhitzt, tötet Campylobacter und andere Krankheitserreger zuverlässig ab.“

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/durchfallerreger-auf-huehnereiern/


Spaziergang mit Kaugummi: Kauen regt Energieverbrauch an

Ein Forscherteam untersuchte, wie sich Kaugummi kauen während des Gehens auf Herzfrequenz und Energieaufwand auswirkt. Spaziergänger mit Kaugummi legten schneller eine größere Strecke zurück. Die Herzfrequenz stieg dabei an.

Untersuchung an gesunden Testpersonen

An der Studie von japanischen Wissenschaftlern nahmen Männer und Frauen im Alter von 21 bis 69 Jahren teil. Die Testpersonen der Kaugummi-Gruppe gingen in natürlicher Geschwindigkeit für 15 Minuten spazieren und kauten dabei 2 Kaugummi-Dragees. Der Spaziergang schloss sich einer einstündigen Ruhephase an.

Die Teilnehmer in der Kontrollgruppe durchliefen ebenfalls zuerst eine Ruhezeit für eine Stunde und anschließend einen 15-minütigen Spaziergang in natürlichem Gehtempo. Die Kontrollpersonen erhielten anstatt der beiden Kaugummis ein Pulver mit den gleichen Inhaltsstoffen. Die Forscher untersuchten neben der Herzfrequenz in Ruhe und in Bewegung die zurückgelegte Wegstrecke, das Lauftempo und den Energieverbrauch während des Spaziergangs.

Gesteigerte Vitalwerte, insbesondere bei Frauen und Männern über 40 Jahren

Bei allen Teilnehmern aus der Kaugummi-Gruppe war die gemessene Herzfrequenz sowie die Veränderung der Herzfrequenz zwischen Ruhe- und Bewegungsphase signifikant höher als bei der Kontrollgruppe. Besonders deutliche Ergebnisse zeigten sich in der Gruppe der über 40-Jährigen: Bei den älteren Frauen lag die mittlere Herzfrequenz beim Spaziergang in der Kontrollgruppe bei 114, in der Kaugummi-Gruppe bei 119 Herzschlägen pro Minute. Im Vergleich zur Ruhephase stieg die Herzfrequenz von 40 auf 43 Herzschläge pro Minute an. Bei den Männern über 40 Jahren betrug die Differenz 30 (Kontrollgruppe) beziehungsweise 37 Herzschläge pro Minute in der Kaugummi-Gruppe.

Bei älteren Männern der Kaugummi-Gruppe stieg die zurückgelegte Wegstrecke um 50 Meter auf 1488 Meter an. Die mittlere Gehgeschwindigkeit übertraf mit 99 Metern pro Minute um 3 Meter den Wert der Kontrollgruppe und der daraus errechnete Energieaufwand war ebenfalls höher als in der nicht kauenden Gruppe: Mit Kaugummi im Mund verbrauchten sie im Mittel 71 Kalorien in 15 Minuten. Kaugummi kauen scheint damit den Effekt von körperlicher Betätigung – zum Beispiel im Rahmen einer Gewichtsreduktion – zu verstärken.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/spaziergang-mit-kaugummi/


Neue Impfung gegen Gürtelrose: Für Ältere besonders geeignet

Seit Mai ist für Personen ab 50 Jahren ein neuer Impfstoff verfügbar, der vor einer Gürtelrose und deren Komplikationen wie Nervenschmerzen und Organentzündungen schützt. Die Impfung ist auch für immungeschwächte Menschen geeignet.

Bläschen und starke Schmerzen – die Gürtelrose

Die Erreger der Gürtelrose (Varizella-Zoster-Viren) sind in der Kindheit für die Windpocken verantwortlich und können sich nach Abheilen der Erkrankung jahrzehntelang im Rückenmark einnisten, ohne Beschwerden zu verursachen. Stress oder ein geschwächtes Immunsystem im Alter können die Viren reaktivieren und es kommt entlang von Nervenbahnen zu starken Schmerzen und einem Bläschenausschlag auf der Haut. Dauern die Schmerzen länger als 3 Monate, spricht man von einer Post-Zoster-Neuralgie, welche die häufigste Komplikation einer Gürtelrose ist. Zwei Drittel der Gürtelrosenerkrankungen treten jenseits des 50. Lebensjahres auf und etwa jeder Dritte entwickelt im Laufe seines Lebens eine Gürtelrose.

Effektiver Schutz von Älteren und Immungeschwächten

Der neu verfügbare Totimpfstoff schützt ältere Menschen effektiv mit einer Wirksamkeit von über 90 Prozent und altersunabhängig vor Varizella-Zoster-Infektionen und ihren Komplikationen. Die Impfung erfolgt im Abstand von 2 Monaten und der Arzt kann sie zusammen mit der Grippeschutzimpfung durchführen. Er ist auch für immungeschwächte Personen geeignet, bei denen der bisherige Lebendimpfstoff nicht eingesetzt werden konnte.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/neue-impfung-gegen-guertelrose/


Sport gegen Depression: Bewegung tut der Psyche gut

Ein internationales Forscherteam bestätigte in einer länderübergreifenden Studie, dass sportliche Betätigung vor der Entstehung von Depressionen schützen kann. Der positive Effekt war unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft und Fitness.

Weltweite Befragung von über einer viertel Million Menschen

Wissenschaftler aus Brasilien, Belgien, Australien, den USA, dem Vereinigten Königreich und Schweden folgten der Fragestellung, ob körperliche Aktivität bei Menschen ohne psychische Erkrankungen zu einem verringerten Risiko führt, Depressionen zu entwickeln. Dafür werteten sie Daten von mehr als 260.000 Männern und Frauen aus und wiederholten die Befragung nach durchschnittlich 7,4 Jahren. Teilnehmer, die sich wenig bewegten, waren gefährdeter, eine Depression zu entwickeln als Menschen, die sich viel bewegten. Die positiven Ergebnisse für Aktivität galten für Jugendliche, Erwachsene und auch alte Menschen unabhängig vom Wohnort.

Der leitende Studienautor Felipe Barreto Schach von der Universidad La Salle, Brasilien erklärt: „Es handelt sich hierbei um die erste weltweite Metaanalyse, die beweist, dass die bloße körperliche Aktivität förderlich dafür ist, die gesamte Bevölkerung vor Depressionen zu schützen.“ Ko-Autor Brendon Stubbs vom King´s College, London ergänzt: „Unsere Analyse macht deutlich, dass ein hohes Maß von körperlicher Aktivität für Kinder, Erwachsene und ältere Erwachsene eine Schutzfunktion hat und es dabei nicht auf die Herkunft oder andere Faktoren wie Body Mass Index, Rauchen oder den allgemeinen körperlichen Gesundheitszustand ankommt.“

Den eigenen Lebensstil überdenken – und eventuell verändern

„Neben der Vielzahl an weiteren Vorteilen, die die körperliche Aktivität mit sich bringt, können unsere Erkenntnisse dazu führen, die körperliche Betätigung im Laufe des Lebens auf der Prioritätenliste neu zu positionieren“, regt Stubbs an. „Die überzeugenden Beweise, die wir hier vorbringen konnten, liefern die ausschlaggebenden Argumente, um Menschen in der Schule, am Arbeitsplatz und in ihrer Freizeit dazu zu bringen, sich mehr zu bewegen. Weitere Studien sind schon geplant, um das Mindestmaß an körperlicher Aktivität und den Effekt der verschiedenen Arten der körperlichen Betätigung zu ermitteln,“ blickt Joseph Firth vom NICM Health Research Institute der Western Sydney Universität in die Zukunft.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/sport-gegen-depression/


Hausapotheke: Fit für den Sommer - Richtige Zusammenstellung wichtig

Mindestens einmal pro Jahr steht eine gründliche Überprüfung der Hausapotheke an. Welches Arzneimittel wird nicht mehr benötigt? Gibt es abgelaufene Präparate? Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) gibt Tipps für die Sommermonate.

Apotheker helfen bei Überprüfung und Entsorgung

„Ist das Verfallsdatum eines Medikaments überschritten, darf es nicht mehr angewendet werden. Das gilt auch, wenn das Medikament äußerlich einwandfrei erscheint“, betont Thomas Benkert, Vizepräsident der Bundesapothekerkammer. „Unbrauchbare oder nicht mehr benötigte Arzneimittel können Verbraucher in aller Regel über den Hausmüll entsorgen.“ Auf keinen Fall dürfen Medikamente über die Toilette entsorgt werden, denn das gefährdet das Grundwasser.

Einige Apotheken bieten ihren Kunden einen Check der Hausapotheke an und übernehmen auch die Entsorgung von überalterten Medikamentenresten. Kunden sollten sich in ihrer Apotheke vor Ort erkundigen.

Checkliste: Was gehört in die Hausapotheke?

Die Zusammenstellung einer Hausapotheke hängt ganz von den individuellen Lebensumständen ab. Ein älterer Mensch mit chronischen Erkrankungen benötigt andere Medikamente wie eine junge Mutter mit Schulkindern. Der Apotheker hilft bei der Auswahl der passenden Präparate.

Eine Hausapotheke für Erwachsene umfasst:

  • Medikamente gegen Schmerzen und Fieber
  • Medikamente gegen Allergien
  • Medikamente gegen Insektenstiche, Sonnenbrand oder Juckreiz
  • Medikamente gegen Erkrankungen der Mundschleimhaut und Lippenherpes
  • Medikamente gegen Verdauungsbeschwerden
  • Medikamente gegen Verstopfungen und Durchfall
  • Medikamente gegen Sportverletzungen
  • Augentropfen gegen trockene Augen
  • Desinfektionsmittel
  • Wund- und Heilsalbe
  • Kühlkompressen
  • Fieberthermometer
  • individuelle Medikamente
  • ausreichend Verbandmaterial mit Mullbinden, Pflastern, Schere und Handschuhen
  • Verzeichnis wichtiger Rufnummern von Hausarzt, Giftnotruf und nächstgelegenem Krankenhaus

Gehören zum Haushalt außerdem Säuglinge, Klein- oder Schulkinder, muss die Hausapotheke mit speziellen Präparaten ergänzt werden. Auch hier gibt die Apotheke den Kunden Empfehlungen.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/hausapotheke-fit-fuer-den-sommer/


Paracetamol-Vergiftung bei Kindern: Giftnotruf bietet Hilfe

Eine Überdosierung des Wirkstoffs Paracetamol kann bei Kindern zu schweren Leberschäden führen. Bei Verdacht auf eine Vergiftung muss schnell und besonnen gehandelt werden.

Unbedingt altersgerechte Dosierung bei Paracetamol beachten!

Jedes Arzneimittel kann bei Kindern eine Vergiftung auslösen. Besonders stark unterschätzt wird die Gefährdung durch den Wirkstoff Paracetamol, der rezeptfrei in Form verschiedener Präparate gegen Schmerzen und Fieber in Apotheken abgegeben wird. Eine Überdosierung kann lebensbedrohliche Folgen haben und zu einem tödlichen Leberversagen führen. Besonders schwierig dabei für Eltern: Beim Kind zeigen sich nur unspezifische Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Bei Verdacht auf eine Vergiftung mit Paracetamol muss das Kind sofort in ein Krankenhaus gebracht werden.

Hilfe für den Notfall: der Giftnotruf

Die Art der Beschwerden bei einer Vergiftung hängen von der Substanz ab. Oberstes Gebot ist Ruhe bewahren und das Kind nicht zum Erbrechen bringen. Am besten rufen Eltern direkt den Giftnotruf an, wenn der Verdacht auf eine Vergiftung besteht. Hier erhalten sie telefonisch Empfehlungen, denen die Eltern unbedingt Folge leisten sollten.

Eine Übersicht über die Telefonnummern der regionalen Giftnotrufzentralen:

Baden-Württemberg: 0761 19240

Bayern: 089 19240

Berlin, Brandenburg: 030 19240

Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen: 0551 19240

Hessen, Rheinland-Pfalz: 06131 19240

Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen: 0361 730730

Nordrhein-Westfalen: 0228 19240

Saarland: 06841 19240

In lebensbedrohlichen Situationen kann alternativ der Rettungsnotruf 112 gewählt werden. Wichtig ist, dem Arzt die verdächtige Substanz bzw. Pflanzenteile oder die Verpackung zu übergeben. Auf keinen Fall darf der kleine Patient allein gelassen werden. Die Eltern müssen Atmung und Puls überwachen und verhindern, dass Erbrochenes eingeatmet wird.

Worauf Haushalte mit Kindern achten sollten

Das Befolgen einiger einfacher Regeln hilft, dass Kinder gefährliche Stoffe wie Medikamente, Chemikalien und Putzmittel gar nicht erst in die Hände bekommen:

  • Putzmittel und Arzneimittel immer außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren.
  • Medikamente gehören in eine abschließbare Hausapotheke und auch im Krankheitsfall nie offen auf den Tisch.
  • Giftige Stoffe dürfen nie in Getränkeflaschen oder Lebensmittelbehältern gelagert werden. Es besteht Verwechslungsgefahr.
  • Offen herumliegende Handtaschen mit Parfüm oder Zigaretten sind vor der Entdeckerfreude der Kleinen nicht sicher – niemals unbeaufsichtigt lassen!
  • Die Nummer des örtlichen Giftnotrufs gehört gut sichtbar an die Kühlschranktür.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/paracetamol-vergiftung-bei-kindern/


Neurodermitis: Badeöle wirkungslos - Hohe Kosten nicht gerechtfertigt

In einer britischen Studie hat sich die Verwendung von ölhaltigen Badezusätzen bei Kindern mit atopischer Dermatitis (Neurodermitis) als wirkungslos erwiesen. Die hohen Kosten für das Gesundheitswesen sehen die Forscher als nicht gerechtfertigt an.

Die atopische Dermatitis ist die häufigste Hauterkrankung im Kindesalter. Betroffene leiden unter trockener Haut und quälendem Juckreiz. Eine Maßnahme, den Feuchtigkeitsverlust der Haut auszugleichen, ist die Verwendung von ölhaltigen Zusätzen im Badewasser. Belege für die Wirksamkeit dieser Badezusätze gibt es bisher nicht.

An der aktuellen Untersuchung zur Effektivität von ölhaltigen Badezusätzen nahmen fast 500 Mädchen und Jungen im Alter von 1 bis 11 Jahren aus Großbritannien teil, die sich aufgrund ihrer Neurodermitis zur Behandlung in Allgemeinpraxen befanden. Der einen Gruppe verschrieben die Hausärzte für ein Jahr Badezusätze, wobei die Eltern freie Wahl zwischen drei bekannten Präparaten mit unterschiedlichen Konzentrationen von Paraffin- oder Sojaöl hatten. Der zweiten Gruppe rieten die Ärzte von Badeölen grundsätzlich ab. Beiden Gruppen war es erlaubt, rückfettende Cremes, spezielle Seifen und Kortikoid-haltige Produkte bei Bedarf zu verwenden.

Ölhaltige Badezusätze ohne Nutzen für Kinder mit Neurodermitis

Nach 16 Wochen beurteilten die Eltern die Hautveränderungen in einem krankheitsspezifischen Fragebogen. Er bewertete 7 Krankheitsaspekte mit je 0 bis 4 Punkten. Eine Punktzahl von 0 bis 7 stand für eine milde Neurodermitis, bei 8 bis 16 lag eine mäßig starke und bei 17 bis 28 eine starke Neurodermitis vor.

Die Kontrollgruppe lag vor Studienbeginn bei 10,1, die Badeöl-Gruppe bei 9,5. Nach 16 Wochen war der Wert auf 8,4 bzw. 7,5 gefallen. Nach der statistischen Auswertung beider Gruppen ermittelte Studienleiterin Miriam Santer von der Universität Southampton keinen Vorteil für die Anwender von Badeölen. Auch bei der Zahl der Ausschläge, der Lebensqualität und Verordnungsmenge anderer Präparate gab es keinen Unterschied.

Hohe Kosten, keine Wirkung

Alle Ergebnisse der Studie blieben unter der vorher festgesetzten Schwelle einer klinischen Relevanz von 3 Punkten. Santers Fazit zur Verwendung von Badeölen fällt daher negativ aus. Außerdem kommen zu den hohen Behandlungskosten zusätzliche Ärgernisse wie rutschige Fliesen und ölige Handtücher.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/neurodermitis-badeoele-wirkungslos/


Krebs durch Fett im Essen: Körpereigene Abwehr behindert

Japanische Forscher fanden Hinweise auf die Frage, warum adipöse Menschen häufiger an Krebs erkranken als normalgewichtige. Sie stellten die Krebsabwehr mit dem bekannten Wirkstoff ASS auch wieder her.

Frühere Untersuchungen lieferten Hinweise, dass bei übergewichtigen Menschen das Risiko, an Krebs zu erkranken, erhöht ist. Besonders deutlich waren die Ergebnisse für die Entwicklung von Brustkrebs und Karzinomen im Magen-Darm-Trakt. Karzinome entwickeln sich aus der oberen Zellschicht von Geweben, die Hohlräume und Drüsen im Körper auskleiden. Die Zellen eines solchen Gewebeverbands stehen in einem ständigen Wettbewerb und halten im Normalfall engen Kontakt miteinander. Zellen, die sich durch eine Mutation verändern und in Krebszellen verwandeln, werden aus dem Zellverband ausgestoßen.

Geschwächte Abwehr von Krebszellen in gemästeten Mäusen

In seinen Experimenten untersuchte der japanische Zellbiologe Yasuyuki Fujita von der Universität Hokkaido in Sapporo die Auswirkungen von fettreicher Ernährung auf dieses Abstoßen von veränderten Tumorzellen durch das Körpergewebe. Er löste bei Mäusen durch ein Medikament Krebsmutationen aus und beobachtete bei normal genährten Tieren eine fast vollständige Vernichtung der veränderten Zellen. Bei der Tiergruppe, die mit fettreicher Nahrung gemästet worden war, zeigte sich eine abgeschwächte Abwehr der Krebszellen durch das umliegende Gewebe. Mögliche Ursachen sieht Fujita entweder in einer Störung des Fettstoffwechsels oder in chronischen Entzündungen, die eine Folge von Adipositas sein können.

Wirkstoff ASS stellt Krebsabwehr wieder her

Die Krebsabwehr ließ sich im Experiment wiederherstellen, als die Forscher den Wirkstoff ASS (Azetylsalizylsäure) der Nahrung der fetten Mäuse beimischten. Dieses Ergebnis bestätigt klinische Studien, in denen ASS die Bildung von Polypen im Darm verhinderte. Polypen gelten als Vorläufer von Darmkrebs.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/krebs-durch-fett-im-essen/


Ausdauersport verjüngt: Positiver Effekt auf Alter der Zellen

Ausdauertraining ist nicht nur gut für die Herzgesundheit, sondern verjüngt auch die Körperzellen, wie eine Studie der Medizinischen Hochschule Hannover zeigt.

Herz, Kreislauf und Wohlbefinden verbessert

An der Untersuchung nahmen knapp 300 Frauen im Alter von 45 bis 65 Jahren teil. Alle waren Nichtraucherinnen und übten eine vorwiegend sitzende Tätigkeit aus. Die Frauen der Sportgruppe erhielten ein individuell abgestimmtes Ausdauersportprogramm über 6 Monate. Am Studienende bestimmten die Forscher neben der maximalen Sauerstoffaufnahme, der Elastizität der Gefäße und dem diastolischen Blutdruck auch Veränderungen in der Telomerlänge. Als Telomere bezeichnet man die an den Enden der menschlichen Chromosomen liegenden Abschnitte der genetischen Erbinformation. Je länger die Telomere sind, desto jünger ist das biologische Alter der Zellen. Die Ergebnisse verglichen die Forscher mit denen einer sportlich nicht aktiven Kontrollgruppe.

Sportliche Frauen brauchen mehr Training

Die Werte der Sportgruppe verbesserten sich deutlich in Bezug auf Herzgesundheit, Pulswellengeschwindigkeit, Arbeitsfähigkeit und allgemeines Wohlbefinden. „In Bezug auf eine Zellverjüngung haben vor allem Frauen mit einer schlechten körperlichen Fitness vom moderaten Ausdauertraining profitiert“, fasst Dominik Berliner von der Klinik für Kardiologie und Angiologie der Medizinischen Hochschule Hannover zusammen. „Es zeigte sich […] eine signifikante Zunahme der Telomerlänge in der Sportgruppe, während in der Kontrollgruppe keine relevante Änderung nachweisbar war. Für eine Zellverjüngung bei Frauen mit besserer Ausgangsfitness ist möglicherweise ein intensiveres Ausdauertraining notwendig.“

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/ausdauersport-verjuengt/


Morgenmenschen leben gesünder: Weniger Krankheiten und längeres Leben

Eine britische Studie bringt es an den Tag: Frühaufsteher leiden seltener an Diabetes, Depressionen und Magen-Darm-Beschwerden – und sie leben länger als Abendmenschen.

Lerche oder Nachteule?

Mehr als 400.000 britische Männer und Frauen im Alter von 38 bis 78 Jahren nahmen an einer Langzeitstudie zum Schlaf-Wach-Rhythmus teil und gaben Auskunft über ihren Chronotyp: Hielten sie sich für einen Morgen- oder eher einen Abendmenschen (so genannte Nachteule) oder rangierten sie irgendwo dazwischen? Nach 6,5 Jahren verstarben von den ausgeprägten Nachteulen 10 Prozent mehr als von der Gruppe der eindeutigen Frühaufsteher, auch Lerchen genannt  – unabhängig vom Geschlecht. Dieses Ergebnis wurde noch deutlicher in der Gruppe der älteren Teilnehmer über 50 Jahren.

Mögliche Ursachen fanden die Forscher einige: Übereinstimmend mit älteren Studien ergab sich, dass Abendmenschen sich weniger gesund ernähren und mehr Koffein, Nikotin und Alkohol konsumieren als Morgenmenschen. Der späte Chronotyp leidet häufiger an Diabetes, neurologischen und Magen-Darm-Erkrankungen und neigt eher zu Depressionen als Frühaufsteher.

Leben gegen die innere Uhr

Kristen Knutson von der Northwestern Universität in Chicago und der Chronobiologe Malcolm von Schantz von der Universität Surrey sind überzeugt, dass vor allem das Ungleichgewicht zwischen der inneren Uhr und den von außen auferlegten Tagesrhythmen den Nachteulen gesundheitlich zu schaffen macht. Dies beeinflusse den Glukosestoffwechsel und die Ausprägung der Gene. Weiterhin setzen sich Abendmenschen länger künstlichem Licht aus, was Einfluss auf Melatonin- und Insulinproduktion haben kann.

Hilfreich für den zum Teil erblich bedingten späten Chronotyp sind möglicherweise regelmäßige Schlafenszeiten und viel Tageslicht, was die Autoren noch austesten wollen. Beide fordern jetzt bereits eine Anpassung des sozialen Umfelds an unterschiedliche Bedürfnisse, beispielsweise über flexiblere Arbeitszeiten.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/morgenmenschen-leben-gesuender/


Blutzuckermessung mit Pflaster: Bald Diabetes unblutig überwachen?

Britische Forscher sind einer Messung der Blutglukose ohne Stich in den Finger einen Schritt nähergekommen: Ihr entwickeltes Pflaster misst Glukose in der Gewebsflüssigkeit der Haarfollikel. Es kommt ohne Kalibrierung durch Bluttests aus.

Neuer Ansatz: Messung über Haarwurzeln

Im Pflaster sind kleine Sensoren, die nicht über das gesamte Hautareal verteilt, sondern punktuell Messungen vornehmen. Nach dem Aufkleben befinden sich einige der Sensoren genau über den Austrittspunkten der Haare, wo die Glukosekonzentration mit dem Blutzuckerwert am besten übereinstimmt. Über einen schwachen Gleichstrom wird an diesen Stellen ein wenig Flüssigkeit aus der intakten Haut „herausgesaugt“ und der Glukosewert bestimmt.

Nanotechnologie und innovative Graphitverbindung

Die Sensoren des Pflasters sind eingebettet in Graphen, eine neuentwickelte Kohlenstoffverbindung mit Bienenwabenstruktur, die leitfähig, flexibel und umweltverträglich ist. Das Team um die Nanophysikerin Adelina Ilie hofft, dass Graphen in einigen Jahren mit geringem Aufwand in größeren Mengen hergestellt wird. Dies könnte vielen Betroffenen das Messpflaster zu erschwinglichem Preis zugänglich machen.

Nach Tests an Schweinehaut starteten die Wissenschaftler erste klinische Tests an gesunden Freiwilligen. Das Messpflaster kam ohne Kalibrierung zu den gleichen Messergebnissen wie die herkömmliche blutige Bestimmung der Blutglukose. Auch ein Anstieg des Blutzuckers wurde – mit der zu erwartenden Verzögerung in Gewebsflüssigkeit von etwa 15 Minuten – zuverlässig erkannt.
Für Diabetespatienten, die ihren Blutzucker wegen der blutigen Punktion der Fingerbeere oft nur nachlässig kontrollieren, wäre das Hautpflaster eine echte Alternative.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/blutzuckermessung-mit-pflaster/


Risikofaktor Bauchfett: Gesunde Ernährung & Sport helfen

Wer zu viel Bauchfett ansammelt, erhöht sein Risiko, an Diabetes zu erkranken oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Eine ausgewogene Ernährung und sportliche Aktivität helfen beim Abnehmen.

Bierbauch ist Teil des tödlichen Quartetts

Fett ist nicht gleich Fett. Das äußere Bauchfett lässt sich ganz einfach mit den Fingern greifen. Es sind die bekannten Speckröllchen. „Das innere Bauchfett ist das eigentlich gefährliche, weil es sich zunächst überhaupt nicht bemerkbar macht“, erläutert Prof. Matthias Blüher, Endokrinologe am Universitätsklinikum Leipzig.

Ein fülliger Bauch weist darauf hin, dass auch Herz, Leber und Darm von Fettzellen umgeben sind. Dieses innere Bauchfett setzt giftige Stoffe in großen Mengen frei. „Es kann […] schlimmstenfalls zu Leberversagen kommen“, warnt Blüher. Wenn zum Bauchfett noch Bluthochdruck, veränderte Fettstoffwechselwerte und erhöhter Blutzuckerspiegel kommen, sprechen Ärzte vom tödlichen Quartett. Bereits drei dieser vier Faktoren erhöhen das Risiko für einen lebensbedrohlichen Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Ist Ihr Bauchfettanteil zu hoch?

Jeder kann ganz einfach seinen Bauchfettanteil messen. Dafür legt man ein Maßband an der Taille zwischen Rippen und Beckenknochen an. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGF) kann bei einem Bauchumfang unter 94 Zentimetern beim Mann und unter 80 Zentimetern bei Frauen Entwarnung gegeben werden. „Kritisch wird es, wenn der Taillenumfang beim Mann über 102 und bei der Frau über 88 Zentimetern liegt“, erklärt der Hamburger Internist und Ernährungsmediziner Matthias Riedl. Dann muss das Gewicht unbedingt reduziert werden. Neben erblichen Faktoren spielen eine zucker- und fettreiche Ernährung wie auch zu viel Alkohol eine Rolle. Abnehmwillige sollten deshalb auf üppige Mahlzeiten und das Feierabendbier verzichten und auf eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vital- und Mineralstoffen umsteigen.

Mehr körperliche Aktivität – am besten mit Ausdauersportarten wie Walken, Radfahren oder Schwimmen – unterstützt die Reduktion des Bauchfetts. Je länger und je öfter trainiert wird, desto größer ist der Erfolg.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/risikofaktor-bauchfett/


Sicher vor Arzneimittelfälschungen: Neues Onlineverfahren für Apotheken

Apotheken können ab 1. April den Zugang zum Fälschungsschutzportal securPharm beantragen. Die sichere Identifikation soll das Einschleusen gefälschter Medikamente in die Lieferkette unterbinden.

Zugang und Registrierung ab 1. April

Für einen Zugang müssen sich Apotheken bei der Netzgesellschaft Deutscher Apotheker (NGDA) über das N-Ident-Verfahren legitimieren lassen und erhalten dann ein elektronisches Zertifikat (N-ID). Dieses ist die Voraussetzung für die Anbindung an die securPharm-Datenbank, in welche die Arzneimittelhersteller zu jeder Medikamentenpackung alle notwendigen Verpackungsdaten einpflegen.

Alle verschreibungspflichtigen Arzneimittel müssen in Deutschland ab dem 9. Februar 2019 über eine individuelle Seriennummer auf der Verpackung verfügen. Durch das Scannen in der Apotheke erfolgt ein automatischer Datenabgleich und damit eine Überprüfung der Echtheit. Erst nach einer positiven Rückmeldung bekommt der Patient das Medikament ausgehändigt.

Arzneimittelsicherheit für Patienten erhöht

„Die Apotheken werden bestens vorbereitet sein, um ihre Patienten auch weiterhin mit allen notwendigen Arzneimitteln zu versorgen, wenn die Fälschungsschutzrichtlinie Anfang nächsten Jahres in Kraft tritt“, versichert Dr. Hans-Peter Hubmann, ABDA-Vorstandsmitglied und securPharm-Verantwortlicher. Die Apotheken haben ausreichend Zeit, um sich vor dem Beginn des Scharfschaltens von securPharm am 9. Februar 2019 mit den neuen Sicherheitsprüfungen und geänderten Arbeitsprozessen vertraut zu machen. „Mit dem System erhöhen die Apotheker die Arzneimittelsicherheit für ihre Patienten noch einmal deutlich“, betont Hubmann.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/sicher-vor-arzneimittelfaelschungen/


Risikofaktor Bauchfett: Gesunde Ernährung & Sport helfen

Wer zu viel Bauchfett ansammelt, erhöht sein Risiko, an Diabetes zu erkranken oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Eine ausgewogene Ernährung und sportliche Aktivität helfen beim Abnehmen.

Bierbauch ist Teil des tödlichen Quartetts

Fett ist nicht gleich Fett. Das äußere Bauchfett lässt sich ganz einfach mit den Fingern greifen. Es sind die bekannten Speckröllchen. „Das innere Bauchfett ist das eigentlich gefährliche, weil es sich zunächst überhaupt nicht bemerkbar macht“, erläutert Prof. Matthias Blüher, Endokrinologe am Universitätsklinikum Leipzig.

Ein fülliger Bauch weist darauf hin, dass auch Herz, Leber und Darm von Fettzellen umgeben sind. Dieses innere Bauchfett setzt giftige Stoffe in großen Mengen frei. „Es kann […] schlimmstenfalls zu Leberversagen kommen“, warnt Blüher. Wenn zum Bauchfett noch Bluthochdruck, veränderte Fettstoffwechselwerte und erhöhter Blutzuckerspiegel kommen, sprechen Ärzte vom tödlichen Quartett. Bereits drei dieser vier Faktoren erhöhen das Risiko für einen lebensbedrohlichen Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Ist Ihr Bauchfettanteil zu hoch?

Jeder kann ganz einfach seinen Bauchfettanteil messen. Dafür legt man ein Maßband an der Taille zwischen Rippen und Beckenknochen an. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGF) kann bei einem Bauchumfang unter 94 Zentimetern beim Mann und unter 80 Zentimetern bei Frauen Entwarnung gegeben werden. „Kritisch wird es, wenn der Taillenumfang beim Mann über 102 und bei der Frau über 88 Zentimetern liegt“, erklärt der Hamburger Internist und Ernährungsmediziner Matthias Riedl. Dann muss das Gewicht unbedingt reduziert werden. Neben erblichen Faktoren spielen eine zucker- und fettreiche Ernährung wie auch zu viel Alkohol eine Rolle. Abnehmwillige sollten deshalb auf üppige Mahlzeiten und das Feierabendbier verzichten und auf eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vital- und Mineralstoffen umsteigen.

Mehr körperliche Aktivität – am besten mit Ausdauersportarten wie Walken, Radfahren oder Schwimmen – unterstützt die Reduktion des Bauchfetts. Je länger und je öfter trainiert wird, desto größer ist der Erfolg.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/risikofaktor-bauchfett/


Kalorienbombe Softdrinks: Steuersatz als Konsumbremse

Ernährungsexperten und Kinderärzte fordern nachhaltige Maßnahmen gegen Übergewicht. Ein mögliches Instrument sehen Experten in einem höheren Mehrwertsteuersatz für ungesunde Lebensmittel.

Softdrinkgenuss auf hohem Niveau

Jugendliche in Deutschland trinken täglich fast eine ganze Dose Cola oder Fanta. Das entspricht 65 Gramm Zucker – so viel, wie in zwei Händen voll Gummibärchen enthalten ist. Großbritannien unternimmt jetzt etwas gegen Produkte mit hohem Zuckergehalt: Ab 6. April 2018 wird eine Herstellerabgabe auf Softdrinks erhoben, deren Höhe sich am Zuckergehalt orientiert. Bereits vor Inkrafttreten haben einige Hersteller den Zuckergehalt ihrer Produkte verringert.

Experten fordern ähnliche Maßnahmen auch in Deutschland. „Wir dürfen nicht weiter zusehen, wie durch überzuckerte Produkte die Gesundheit unserer Kinder gefährdet wird“, mahnt Dr. Burkhard Rodeck, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin. „Mit Appellen an die Eltern ist dieser Trend nicht aufzuhalten“, sagt Rodeck, „hier ist die Politik gefordert. Wir brauchen Maßnahmen, die dauerhaft sind und die ganze Bevölkerung erreichen.“

Eingreifen auf politischer Ebene

Eine Anhebung des Mehrwertsteuersatzes für Softdrinks von derzeit 19 Prozent auf 29 Prozent wäre laut Experten ein guter Ansatzpunkt. Dagegen sollten Obst und Gemüse von der Mehrwertsteuer befreit werden. Berechnungen der Universität Hamburg zufolge würde der Anteil stark übergewichtiger Männer um etwa 8 Prozent und bei Frauen um 3 Prozent sinken.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/kalorienbombe-softdrinks/


Bewegung und Sport im Freien: Straßenverkehr meiden

Die Nähe zu stark befahrenen Straßen während körperlicher Aktivität wirkt dem positiven Effekt der Bewegung auf Atemwege und Kreislauf entgegen, fanden Londoner Forscher heraus.

Hyde Park oder Oxford Street – das Wo ist entscheidend

Unter den 120 Teilnehmern der Untersuchung befanden sich gesunde Freiwillige wie auch Patienten mit chronischen Herz- und Lungenerkrankungen. Die Männer und Frauen unternahmen mehrstündige Spaziergänge, entweder entlang der stark befahrenen Oxford Street oder durch den Hyde Park. Vor und nach der Wanderung untersuchten die Forscher Herz- und Lungenfunktion.

Ein Spaziergang im Park verbesserte bei allen Teilnehmern das Lungenvolumen, wogegen die kranken Probanden vermehrt mit Husten, Auswurf und Atemnot auf die Wanderung an der Oxford Street reagierten. „Bei körperlicher Aktivität wird mehr und tiefer eingeatmet, so dass mehr ungefilterte Schadstoffe aufgenommen werden“, erklärt Prof. Joachim Heinrich von der Ludwig-Maximilians-Universität München. „Diese Schadstoffbelastung kann die positiven Effekte der körperlichen Aktivität zunichtemachen.“

Städte und Gemeinden sind in der Pflicht

Andere Studien zeigten bereits, dass Feinstaub und Stickoxide sich negativ auf die Lungenfunktion auswirken. Heinrich zieht Bilanz: „Für gesunde Menschen schätzen wir die Schadwirkung durch Abgase als nicht sehr hoch ein. Einige Bevölkerungsgruppen sind aber durch Luftschadstoffe besonders gefährdet. Dazu gehören Kleinkinder und Menschen mit […] Asthma, COPD, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die eines besonderen Schutzes bedürfen.“ Daher müssen seiner Meinung nach „Städte und Gemeinden Maßnahmen ergreifen, die die Luftqualität in Ballungsräumen verbessern.“ Wanderer und Freizeitsportler sollten Wege abseits des Straßenverkehrs bevorzugen.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/bewegung-und-sport-im-freien/


Schmerzmittel im Freizeitsport: Risiken kaum bekannt

Die Einnahme von verschreibungsfreien Schmerzmitteln kann zu Überlastung und gefährlichen Spätfolgen führen. Doch kaum einem Sportler sind die Risiken bewusst.

Jede Tablette erhöht Gesundheitsrisiko

Die Zeit der Stadtläufe und Marathons beginnt und viele Laiensportler bereiten sich intensiv auf ihren Start vor. Dabei wird die Einnahme von Analgetika (Schmerzmittel) – entweder vorbeugend oder gegen bestehende Schmerzen –  immer populärer. Die Sportler versprechen sich dadurch, besser durch einen Wettkampf zu kommen und einen Rennabbruch zu vermeiden. Eine Umfrage unter 4000 Marathonteilnehmern in Bonn ergab, dass jeder Zweite vor dem Lauf ein Analgetikum eingenommen hatte und jeder Zehnte schon unter Ibuprofen oder Diclofenac trainiert hatte.

Die Gefahren dieser Medikamenteneinnahme waren 90 Prozent nicht klar. Die Risiken überwiegen den vermeintlichen Nutzen, warnt die Apothekerkammer Niedersachsen. Nach Einnahme des scheinbar harmlosen Wirkstoffes ASS gab es bei Läufern bereits schwere Herzereignisse wie Infarkte. Schmerzmittel beeinträchtigen die Barrierefunktion des Darmes gegen eindringende Bakterien und Gifte und wirken sich negativ auf die Durchblutung der Niere aus. Kombiniert mit einem Wasser- und Elektrolytmangel, wie sie bei Läufern häufig auftreten, kann es zu Nierenschäden und Blutverlusten im Darm kommen.

Apotheker sind gefragt: individuelle Beratung erforderlich

Läufer, die trotz Beschwerden starten möchten, sollten sich in ihrer Apotheke beraten lassen. Wadenkrämpfe reduzieren sich durch die Einnahme von Magnesium und lokal wirkende Salben verringern Gelenk- und Muskelschmerzen. Soll ein Schmerzmittel eingesetzt werden, wird der Apotheker auf die gesundheitlichen Risiken hinweisen und klären, ob der Wirkstoff bis Rennbeginn wieder abgebaut ist. Bei chronischen Schmerzen ist der Besuch bei einem Arzt dringend anzuraten.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/schmerzmittel-im-freizeitsport/


Migräne bei Kindern: Kopfschmerzen bei Schülern häufig

Eine Befragung von 3200 Münchner Gymnasiasten ergab, dass jeder zehnte Schüler unter Migräne und jeder zweite unter Spannungskopfschmerz leidet. Kinder zeigen andere Beschwerden als Erwachsene.

Häufigste Schmerzart bei Jugendlichen

Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren geben Kopfschmerzen als häufigste Schmerzart an. Heranwachsende mit Migräne klagen über einen drückenden, pochenden Schmerz, der den ganzen Kopf, häufig aber die Stirnregion betrifft. Wahrnehmungsstörungen sind selten. Im Gegensatz dazu tritt Migräne bei Erwachsenen oft anfallsweise als charakteristischer Halbseitenkopfschmerz auf. „Neben genetischen und biologischen Faktoren haben auch psychologische und soziale Faktoren Einfluss auf die Kopfschmerzen“, erklärt Dr. Ulrich Fegeler, Mitglied des Expertengremiums des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte. „Der Kinder- und Jugendarzt unterstützt Kinder und Eltern bei der Koordination der verschiedenen Fachbereiche, die eventuell mit zu Rate gezogen werden sollten.“

Vorbeugen ist möglich

Meist handelt es sich bei Kindern um Spannungskopfschmerz, der neben Muskelverspannungen verschiedene Ursachen haben kann. Betroffene Jugendliche berichten zum Beispiel, dass sie unter Stress leiden. „Je nach Schweregrad stehen auch spezielle Medikamente zur Schmerzlinderung zur Verfügung, doch vorher sollten […] andere Mittel zum Einsatz kommen: neben einfachen Schmerzmitteln auch kühle oder warme Kompressen auf der Stirn und – besonders wichtig – die Reizabschirmung. Genügend Schlaf, regelmäßige Mahlzeiten […] sowie Bewegung wirken vorbeugend“, rät Fegeler.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/migraene-bei-kindern/


Zecken auf dem Vormarsch: Hohe Krankheitszahlen 2017

Forscher beobachten eine Verschiebung der Risikogebiete und hohe Erkrankungszahlen durch Zeckenbisse. Mit welchen Ansätzen kann man Zecken als Krankheitsüberträger besser bekämpfen?

Erkrankungszahlen auf 10-Jahres-Hoch

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine häufige durch Zecken übertragene Virusinfektion. Im vergangenen Jahr wurde bei fast 500 Menschen in Deutschland eine FSME festgestellt – so viele, wie seit zehn Jahren nicht mehr. „Dabei handelt es sich um die zweithöchste je registrierte Zahl von Erkrankungsfällen“, erläutert Dr. Gerhard Dobler, Leiter des Nationalen Konsiliarlabors für FSME. Davon entfallen 85 Prozent auf Bayern, das mit 239 Fällen die höchste Zahl seit Einführung der Meldepflicht verzeichnet. An zweiter Stelle liegt Baden-Württemberg.

Hot Spots verschieben sich nach Norden

Gleichzeitig registrieren die Forscher eine Verschiebung der Regionen, in denen FSME-Erkrankungen gehäuft auftreten, den so genannten Hot Spots. „Die Statistik zeigt uns ganz neue Hot Spots in Niedersachsen […] und Berlin. Zum allerersten Mal erhalten wir sogar Erkrankungsberichte aus den Niederlanden“, führt Prof. Ute Mackenstedt, Parasitologin an der Universität Hohenheim und Initiatorin des Süddeutschen Zeckenkongresses aus.

Impfung bleibt beste Strategie

Ein Computermodell soll künftig Voraussagen zum Zeckenrisiko für verschiedene Orte und Zeiträume erlauben. Dabei werden bundesweite Beobachtungsdaten u. a. mit Klimadaten kombiniert. „Insgesamt haben wir fast 100 Standorte ausgesucht, an denen […] Zecken gesammelt werden. Die Auswertung soll uns Aufschluss geben, […] ob wir aus der Zeckendichte auch ein Krankheitsrisiko ableiten können oder wann und wo die FSME-Gefahr […] im kommenden Jahr besonders hoch sein könnte“, erklärt Mackenstedt. Alle Experten sind sich in einem einig: Den zuverlässigsten Schutz bietet eine FSME-Impfung.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/zecken-auf-dem-vormarsch/


Keime in Haushaltsgeräten: Hohe Waschtemperaturen beugen vor

Forscher untersuchten Wasch- und Spülmaschinen auf antibiotikaresistente Keime sowie auf Enzyme, die in der Lage sind, Antibiotika unwirksam zu machen. Waschvorgänge bei höheren Temperaturen beseitigten Verunreinigungen zuverlässig.

Besiedelung häufiger als erwartet

In keinem der Geräte aus Privathaushalten konnte eine Besiedelung mit Methicillin-resistenten Staphylococcus-aureus-Stämmen (MRSA) nachgewiesen werden. Allerdings waren Spülmaschinen zu fast 100 Prozent und Waschmaschinen zu fast 80 Prozent mit Bakterien besiedelt, die mit Hilfe des Enzymes Betalaktamase Antibiotika wie zum Beispiel Penizillin zerstören.
Um die Wirkung verschiedener Waschvorgänge auf resistente und nicht resistente Keime zu prüfen, ließen die Forscher Proben der Bakterienstämme bei Temperaturen zwischen 20 und 50 Grad Celsius sowohl mit als auch ohne Sauerstoffbleichmittel laufen.

Ab und zu das Programm wechseln

„Antibiotikaresistente Bakterien können den üblichen Waschbedingungen zwar besser standhalten als nicht resistente Stämme, aber höhere Temperaturen und der Einsatz von Waschmitteln mit Sauerstoffbleiche können selbst diese Keime sicher entfernen“, fasst Dirk Bockmühl, Professor für Hygiene und Mikrobiologie an der Hochschule Rhein-Waal und Leiter der Studie die Ergebnisse zusammen. „Es ist sinnvoll, Wasch- und Spülmaschinen regelmäßig zu reinigen und nicht ausschließlich Niedrigtemperaturprogramme zu nutzen“, rät Bockmühl. Besonders in Haushalten mit Säuglingen und pflegebedürftigen Angehörigen sollten Programme von mindestens 40 Grad Celsius kombiniert mit Vollwaschmitteln in Pulver- oder Perlenform genutzt werden. Auch bei den Geschirrspülern bieten die derzeit verwendeten Programme einen sicheren Schutz vor Keimen.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/keime-in-haushaltsgeraeten/


Ungesunde Lebensmittel entlarven: Herzstiftung fordert Nährwert-Ampel

Bisher sind die Angaben zu Zucker-, Fett- und Salzgehalt auf Fertigprodukten und Getränken nicht einheitlich geregelt. Mediziner und Verbraucherschützer fordern ein transparentes System im Ampel-Format per Gesetz.

Einheitliche und verständliche Nährwertangaben

Gesunde Ernährung ist ein Stützpfeiler für die Vorbeugung von Bluthochdruck, Übergewicht und Diabetes. Bereits 15 Prozent aller 3- bis 17-Jährigen sind in Deutschland übergewichtig oder sogar adipös. „Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass besonders junge und ältere Menschen beim Einkauf von Lebensmitteln schnell und unkompliziert gesunde Nahrungsmittel von Zuckerbomben sowie […] Dickmachern unterscheiden können“, betont Prof. Helmut Gohlke vom Vorstand der Deutschen Herzstiftung. „Wir plädieren […] für eine gesetzliche Einführung der verbraucherfreundlichen Nährwert-Ampel als Pflicht für alle Lebensmittelhersteller.“

Zwar hat sich die künftige Bundesregierung laut Koalitionsvertrag für eine verständliche Lebensmittelkennzeichnung ausgesprochen, in den Details blieb der Vertrag allerdings offen. „Die Ampelfarben müssen auf der Verpackungsvorderseite […] gut sichtbar Gehalte an Zucker, Fett sowie Salz einheitlich, also pro 100 Gramm und pro 100 Milliliter, anzeigen“, fordert der Kardiologe.

Warum das bisher verwendete GDA-System irreführend ist

Das von der Industrie verwendete GDA-System (Richtlinie für den täglichen Bedarf) gibt Nährstoffgehalte in Portionsgrößen an, die der Hersteller selbst festgelegt hat, beispielsweise ein Drittel einer Pizza oder einen Keks. Oftmals ist die Angabe kleingedruckt auf der Packungsrückseite platziert. Experten mahnen, dass diese uneinheitliche Kennzeichnung den Verbraucher in die Irre führt und ihm einen Vergleich zwischen verschiedenen Produkten erschwert.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/ungesunde-lebensmittel-entlarven/

Weiterführende Informationen zum Antrag im Deutschen Bundestag zur Einführung einer Nährwert-Ampel für Fertiglebensmittel


Tipps gegen Kreuzschmerzen: Leitlinie für Patienten online

Ein neues Internetangebot für Betroffene bietet jetzt Informationen über die Behandlungsmöglichkeiten von Kreuzschmerzen. Die Patientenleitlinie richtet sich an Menschen mit nicht-spezifischem Rückenschmerz ohne krankhafte oder gefährliche Ursache.

Röntgenbild und MRT zunächst überflüssig

„Vielfach suchen Patienten nach vertrauenswürdigen Quellen im Internet. Mit der Patientenleitlinie erhalten sie Einblick in die ärztliche Vorgehensweise bei Rückenschmerzen“, erklärt der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie Prof. Bernd Kladny. Die Informationen sind in verständlicher Sprache verfasst und enthalten Empfehlungen für Betroffene mit nicht-spezifischem Rückenschmerz. Nur selten steckt eine ernsthafte Erkrankung dahinter, eher lösen Stress, verspannte Muskeln und mangelnde Bewegung die Beschwerden aus. „Röntgen- oder MRT-Aufnahmen bringen da zu Beginn keinen Nutzen. Ein Gespräch mit dem Patienten und eine sorgfältige körperliche Untersuchung sind viel wichtiger“, führt der Präsident des Bundesverbandes für Orthopädie und Unfallschirurgie Dr. Johannes Flechtenmacher aus.

Die wichtigsten Empfehlungen der Patientenleitlinie Kreuzschmerz:

  • Bildgebende Verfahren sollten erst zum Einsatz kommen, wenn die Schmerzen länger als vier bis sechs Wochen anhalten.
  • Bewegung kommt vor Bettruhe: Jede Art moderater Bewegung hilft bei der Genesung.
  • Schmerzmittel helfen im Einzelfall, eine Schonhaltung zu vermeiden und Bewegung zu ermöglichen.
  • Massage und Akupunktur sollten nur zusammen mit Bewegungsangeboten eingesetzt werden.
  • Chronische Schmerzen erfordern eine kombinierte Behandlung aus psychologischer, medikamentöser und aktivierender Therapie.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/tipps-gegen-kreuzschmerzen/

Weiterführende Informationen zur Patientenleitlinie Kreuzschmerz.


Akupressur bei Regelschmerzen: Selbstakupressur per App

Hilft Akupressur Frauen, die unter Regelschmerzen leiden? Und ist eine Smartphone-App mit Anleitung zur Selbsthilfe ein attraktiver Ansatz für Betroffene? Diesen Fragen ist ein Forscherteam der Charité Berlin nachgegangen.

Weniger Schmerzen nach Akupressur

Viele Frauen leiden jeden Monat an Schmerzen während der Periode. Krämpfe im Unterbauch, Kopf- und Rückenschmerzen zählen zu den Hauptbeschwerden.
Das Forscherteam wollte herausfinden, ob sich die Beschwerden bei jungen Frauen mit starken Regelschmerzen durch die Selbstakupressur nachhaltiger reduzieren lassen als durch Einnahme von Schmerztabletten oder durch hormonelle Kontrazeptiva. Akupressur ist ein Verfahren aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, das die Frauen selbst zu Hause durchführen können. Dabei drücken oder massieren sie bestimmte Punkte am Körper.
Die Forscher teilten die Teilnehmerinnen in zwei Studiengruppen ein: Beide Gruppen erhielten eine Studien-App zur Erhebung relevanter Daten. Nur die Interventionsgruppe bekam eine App-Version, die zur Selbstakupressur kurz vor und während der Menstruation anleitete.

Jede dritte Frau, die auf der App die Punkte für eine Selbstakupressur in Form von Bildern sah, erreichte nach drei Monaten eine fünfzigprozentige Schmerzminderung. Nach einem halben Jahr beschrieben mehr als die Hälfte der Frauen eine Schmerzminderung. In der Kontrollgruppe waren es zu beiden Zeitpunkten nur rund jede vierte Teilnehmerin. Außerdem benötigte die Akupressurgruppe weniger Schmerztabletten als die Frauen in der Kontrollgruppe.

Kombination aus Traditioneller Chinesischer Medizin und neuester Technik

Die Forscher sind überzeugt, dass die App den Frauen geholfen hat, eine einfache Selbstakupressur von drei Akupunkturpunkten durchzuführen und ihre Regelschmerzen deutlich zu reduzieren.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/akupressur-bei-regelschmerzen/


Low Fat- und Low Carb-Diät: Ist Diäterfolg Gensache?

Untersuchungen weisen auf die Bedeutung der Gene für einen Diäterfolg hin. Forscher stellen aktuell keinen Unterschied im Abnehmen zwischen bestimmten Genen und einer kohlenhydrat- bzw. fettarmen Ernährung fest.

Beide Diäten helfen beim Abnehmen gleich gut

An der Studie der Forscher von der Stanford Universität Kalifornien nahmen 609 übergewichtige Erwachsene in zwei Gruppen teil. Ein Jahr lang nahm die eine Gruppe fettarme Kost (Low Fat) mit reduzierten Mengen an Milchprodukten, Wurst und Schokolade zu sich, die andere Gruppe ernährte sich kohlenhydratarm (Low Carb) fast ohne Brot, Nudeln und viele Gemüsesorten.

Nach einer einmonatigen Umgewöhnung folgten die Teilnehmer ihrem Diätplan. Die Kalorienzahl war unbeschränkt, gewünscht war eine vollwertige Ernährung mit wenig industriell verarbeiteten Lebensmitteln. Zu Studienbeginn bestimmten die Forscher, welche Varianten die Teilnehmer in drei Genen besaßen, die mit dem Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel in Zusammenhang gebracht werden. Nach einem Jahr hatten die Teilnehmer über 5 Kilogramm abgenommen – unabhängig von Gentyp und Art der Diät.

Konkrete Empfehlungen zu gesunder Ernährung schwierig

Die Schwankungsbreite beim Diäterfolg lagen zwischen 20 Kilo Gewichtszunahme bis 30 Kilo Abnahme. Weitere Untersuchungen sollen Gründe für diese große Bandbreite liefern. Empfehlungen für den Einzelnen zum Thema Ernährung abzuleiten bleibt schwierig.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/low-fat-und-low-carb-diaet/


Hüftschnupfen bei Kindern: Ruhe und Schonung sind angesagt

Wenn ein Kind hinkt oder nicht mehr laufen will, weil eine Hüfte schmerzt, kann sich dahinter ein sogenannter Hüftschnupfen verbergen. Was es damit auf sich hat und wann Eltern mit ihrem Kind zum Arzt gehen sollten.

Erst Schnupfen, dann Hüftschnupfen

Der Hüftschnupfen (Coxitis fugax) ist eine plötzlich beginnende nicht-bakterielle Hüftentzündung, die vor allem bei Klein- und Grundschulkindern auftritt. Die genaue Ursache des Hüftschnupfens ist nicht bekannt. Auffällig ist jedoch, dass der Hüftinfektion meist etwa zwei Wochen zuvor eine Virusinfektion beispielsweise der Atemwege oder des Magen-Darm-Trakts vorausgeht. Flüssigkeit sammelt sich im Hüftkopf, sodass das Bein beim Laufen schmerzt. Betroffene Kinder beginnen ohne erkennbare Ursache zu hinken, weigern sich zu laufen oder klagen plötzlich über Schmerzen in einer Hüft- oder Beinseite. Die Beschwerden können bis ins Knie ausstrahlen.

Fieber als Hinweis auf bakterielle Infektion

„Wenn die Hüftschmerzen mit Fieber verbunden sind, ist das ein Alarmzeichen, bei dem Eltern umgehend ihren Kinder- und Jugendarzt aufsuchen sollten, um frühzeitig Schäden am Gelenk verhindern zu können“, rät Dr. Hermann Josef Kahl, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Denn Fieber weist auf eine bakterielle Gelenkentzündung hin und ist untypisch für einen gewöhnlichen Hüftschnupfen. Bei humpelnden Kindern ist ein Arztbesuch sinnvoll, um anderen Erkrankungen wie Borreliose oder Rheuma auszuschließen. Eine Ultraschalluntersuchung schafft Klarheit: Die Flüssigkeitsansammlung im Hüftspalt ist dabei gut zu erkennen. Gegen starke Schmerzen kann der Kinderarzt schmerzlindernde Medikamente verschreiben.

Schonung fördert Heilung

„Damit die schmerzhafte Schwellung in der Gelenkschleimhaut der Hüfte sich zurückbilden kann, braucht das Gelenk Ruhe und Schonung“, erklärt Kahl. Da Kinder bis zu etwa sechs Jahren noch nicht gut mit Gehhilfen umgehen können, sollten sie eventuell einige Tage das Bett hüten. Halten Betroffene die Schonung ein, lassen die Beschwerden in der Regel innerhalb von einer Woche nach. Ein gewöhnlicher Hüftschnupfen heilt folgenlos ab – Rückfälle sind selten.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/hueftschnupfen-bei-kindern/


Kribbeln in den Fingerkuppen: Anzeichen für Karpaltunnel-Syndrom

Kribbeln oder Taubheit in den Fingern können auf ein Karpaltunnel-Syndrom hinweisen. Was es damit auf sich hat und wie die Ursache eindeutig geklärt wird, erklärt der Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN).

Das Karpaltunnel-Syndrom (KTS) wird durch eine Kompression des Medianus-Nervs am Handgelenk verursacht. „Häufig setzen Taubheitsgefühle und Kribbeln zunächst an den Kuppen der ersten drei Finger einer Hand ein – also dem Daumen, Zeige- und Mittelfinger. Mit der Zeit kommen leichte Schmerzen hinzu, die insbesondere nachts oder nach intensiver Handarbeit auftreten. Betroffene neigen dann oft instinktiv dazu, die Beschwerden durch Schütteln der Hand lösen zu wollen“, berichtet Dr. Curt Beil vom BDN. Auch eine Muskelschwäche der Hand mit Steifheit der Finger ist ein mögliches Symptom.

Im weiteren Verlauf der Erkrankung entwickeln sich ausgeprägte Schmerzen, die von der Hand in den Unterarm bis in die Schulter- und Nackengegend ziehen. Besteht das Karpaltunnel-Syndrom über mehrere Jahre, können die betroffenen Finger taub werden. „Mit dem Fortschreiten der Erkrankung bildet sich die Daumenballen-Muskulatur sichtbar zurück und die Greifkraft des Daumens lässt deutlich nach. Auch die Schmerzen können nachlassen, was jedoch auf eine starke Schädigung der Nervenfasern hinweisen kann“, warnt der Neurologe aus Köln.

Im Frühstadium gut heilbar

„Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt und behandelt, stehen die Chancen auf Heilung ohne Folgeschäden sehr gut. Daher ist es wichtig und ratsam, dass Betroffene bei beginnenden Beschwerden einen Neurologen aufsuchen.“ Die Diagnose ist in den meisten Fällen gut zu stellen, da die Symptome oft typisch sind. Ausgeschlossen werden muss, dass die Beschwerden von einer Schädigung der Halswirbelsäule ausgehen. Eine Messung der Nervenleitgeschwindigkeit, die ein Neurologe vornehmen kann, gibt Aufschluss über das Ausmaß der Schädigung. „Im Frühstadium kann eine Ruhigstellung des Handgelenks mit Hilfe einer Schiene ausreichend sein. Gegebenenfalls kann zusätzlich eine entzündungshemmende und schmerzstillende Behandlung durchgeführt werden“, ergänzt der Neurologe. Auch die Einnahme von Kortison bringt in manchen Fällen gute Erfolge. Bleiben die Beschwerden weiterhin über Wochen bestehen, kann eine Operation erwogen werden.

Karpaltunnel-Syndrom vorbeugen

Menschen, die viel am Computer arbeiten und Sportler mit einseitigen Bewegungsabläufen sind besonders gefährdet, ein Karpaltunnel-Syndrom zu entwickeln. Sie können der Erkrankung durch Pausen, Meiden von Fehlbelastung und Handgelenkschoner vorbeugen. Bei der Computerarbeit ist eine ergonomisch geformte Tastatur ratsam sowie die Nutzung einer Maus, deren Maße zur Größe der Hand passen und die flüssig zu bewegen ist. Vorteilhaft sind zudem regelmäßige Übungen, welche die Handgelenke kräftigen und lockern – beispielsweise die Hand zur Faust ballen, Fingerspreizen und Ausschütteln.

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Missglückter Rauchstopp: Nicht aufgeben – Unterstützung suchen

Der Großteil der Raucher fasst irgendwann den Entschluss, mit dem Rauchen aufzuhören. Bis dies gelingt sind meist mehrere Versuche erforderlich. Klappt es nicht auf Anhieb, kann professionelle Unterstützung die Erfolgschancen erhöhen.

Mit dem Rauchen aufzuhören, hat für die Gesundheit viele Vorteile und verbessert die Lebensqualität, doch das Überwinden der Nikotinabhängigkeit ist meist nicht einfach. „Zunächst kann man selbst versuchen, das Rauchen aufzugeben. Gelingt dies jedoch nicht und man hat sogar mehrere erfolglose Aufhörversuche hinter sich, sollte man sich unbedingt professionell helfen lassen“, rät Dr. Sabine Köhler vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) mit Verbandssitz in Krefeld.

Rauchgewohnheiten bewusstmachen

Beim Nikotinverzicht geht es zunächst darum, die Motivation zum Aufhören zu stärken und den Rauchstopp vorzubereiten. Auch sollten Betroffene lernen, ihr Rauchverhalten besser zu verstehen und zu hinterfragen. „Besonders erfolgsversprechend ist eine verhaltenstherapeutische Raucherentwöhnung, die gegebenenfalls mit Medikamenten unterstützt wird“, berichtet Köhler.
Eine Verhaltenstherapie zielt darauf ab, dass Betroffene eine langfristige Änderung ihrer Verhaltensgewohnheiten erreichen. Zentrale Element der Behandlung sind deshalb die Beobachtung und das Bewusstmachen eigener Verhaltensweisen im Hinblick auf das Rauchen. „Mit Unterstützung kann man alternative Verhaltensweisen zum Rauchen erlernen, die das ungesunde Verhalten ersetzen“, meint die Psychiaterin und Psychotherapeutin. Raucher können an einer Verhaltenstherapie im Rahmen von Einzel- oder Gruppensitzungen teilnehmen. Als besonders effektiv gelten die Angebote in Gruppen, weil die Gruppendynamik zusätzlich motiviert.

Nikotinersatzprodukte helfen bei Entzugssymptome

Mit Beginn des Nikotinverzichts können typische Entzugssymptome, wie Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit, Schlafstörungen und depressiven Verstimmungen auftreten. „Entzugssymptome können grundsätzlich auch ohne Medikamente überwunden werden“, erläutert Dr. Köhler. „Gegen Beschwerden stehen aber auch verschiedene Mittel zu Verfügung, die es Menschen erleichtern können, auf Zigaretten zu verzichten.“ Dazu zählen etwa Kaugummis, Pflaster, Lutschtabletten oder Inhalers. Bei sehr stark ausgeprägter Abhängigkeit können auch die verschreibungspflichtigen Medikamente Bupropion und Vareniclin in Erwägung gezogen werden, die das Rauchverlangen dämpfen.

Informationen und Hilfsangebote:

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/missglueckter-rauchstopp/


Husten und Atemnot bei Kälte: Atembeschwerden leicht vorbeugen

Bei eisigen Temperaturen leiden Menschen mit Astham oder COPD vermehrt unter Husten und Atemnot. Denn durch die Kälte ziehen sich die Bronchien zusammen. Diese sind bei den Betroffenen bereits verengt. Wie Patienten Atembeschwerden verhindern.

Husten oder Atemnot sollen Patienten mit Asthma oder einer chronisch-obstruktiven Bronchitis (COPD) nicht davon abhalten, sich außerhalb von Räumen zu bewegen. „Vielmehr wäre ein täglicher Spaziergang an der frischen Luft empfehlenswert, um das Immunsystem zu stärken“, betont Dr. Andreas Hellmann, Vorsitzender des Bundesverbands der Pneumologen (BdP).

Schal vor Mund und Nase wärmt Luft vor

Verstärkte Atembeschwerden bei Kälte können Lungenpatienten leicht vorbeugen, indem sie den Schal über Mund und Nase ziehen und durch diesen ein- und ausatmen. „Dadurch wird die Luft vor dem Einatmen etwas angewärmt und angefeuchtet“, erläutert der praktizierende Pneumologe in Augsburg. „Nebel und damit die größere Feuchtigkeit der Luft kann zu einem Problem werden, wenn die Schleimhäute zu viel Wasser aufnehmen. Dann schwellen die Schleimhäute an und verengen dabei wiederum die Bronchien. Dieser Effekt kann übrigens durch das Inhalieren einer Kochsalzlösung verhindert werden, da das Salz ein Anschwellen unterbindet“, rät Dr. Hellmann.

Asthmaspray stets bei sich führen

Zusätzlich rät der Facharzt Asthmatikern, vorsorglich ein bronchienerweiterndes Spray bei sich zu führen. Denn insbesondere der Übergang von gewärmten Räumen in die Kälte außerhalb von Gebäuden erschwert das Atmen. „Mit einem Hub aus dem Asthmaspray lässt sich dem noch vor dem Verlassen der Wohnung gut vorbeugen. Zu Hause sollten Lungenpatienten darauf achten, regelmäßig zu lüften, um eine zu trockene Heizungsluft zu vermeiden, die zu einer Austrocknung der Atemwegsschleimhaut und damit wiederum zu mehr Hustenreiz, aber auch zu einer verringerten Infektabwehr führen kann“, erklärt Dr. Hellmann.

Mehr Informationen zu bronchienerweiternden Substanzen von den Lungenärzten im Netz

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/lungenpatienten-duerfen-in-die-kaelte/


Verspannungen vorbeugen: So bleiben die Muskeln locker

Schmerzen im Rücken oder in der Schulter treffen nahezu Jeden hin und wieder. Doch mit einfachen Verhaltensregeln lassen sich Verspannungen vorbeugen. Was Sie für Ihre Muskeln tun können.

Nahezu jeder leidet im Laufe seines Lebens mehrmals unter schmerzhaften Verspannungen. Häufig kommt es im Bereich der Schulter und des Rückens durch einseitige und starre Haltungen zu einer Minderdurchblutung und damit zu einer Unterversorgung der Muskulatur mit Sauerstoff. „Dies erhöht die Grundspannung des Muskels und führt damit zu mehr oder weniger schmerzhaften Verspannungen“, erklärt Haag von der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH). „Besonders langes Sitzen vor dem Computer und im Auto, aber auch genereller Bewegungsmangel sind Risikofaktoren, da die Muskulatur hier für einen längeren Zeitraum nur unzureichend aktiviert wird.“

Normalerweise klingen Verspannungen nach einigen Tagen von alleine wieder ab. Sollte der Zustand jedoch länger als eine Woche anhalten, große Schmerzen verursachen oder regelmäßig wiederkehren, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um den Ursachen auf den Grund zu gehen.

Das können Sie selbst für sich tun

  • Bewegung: Bewegen Sie sich ausreichend, gerade auch im Arbeitsalltag. Dabei gilt es vor allem, regelmäßig aktive Bewegungspausen einzulegen, also zum Beispiel beim Telefonieren aufzustehen. Ein Spaziergang in der Mittagspause, ein Meeting im Stehen oder hin und wieder ein paar einfache Dehn- und Streckübungen können dabei helfen, lästigen Verspannungen vorzubeugen.
  • Ausgleich: Sorgen Sie für einen Ausgleich zum stressigen Alltag. Dabei kann es auch helfen, ein Entspannungsverfahren zu erlernen, wie Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson.
  • Selbstmassage: Streichen Sie mit sanftem Druck über die schmerzende Stelle und versuchen Sie dabei, dem betroffenen Muskel zu folgen. Dort, wo die Verspannung am größten ist, können Sie mit kleinen kreisenden Bewegungen die Massage intensivieren.
  • Wärme: Tun Sie sich mit einer „heißen Rolle“ mal etwas Gutes. Falten Sie ein Handtuch der Länge nach und rollen es anschließend fest zusammen. Dann gießen Sie ins Innere des Handtuchs langsam heißes Wasser. Warten Sie kurz, bis die Wärme des Wassers nach außen dringt und legen Sie sich dann entspannt auf die wärmende Nackenrolle. Darüber hinaus kann auch ein heißes Bad für Linderung sorgen.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/verspannungen-vorbeugen/


Früherkennung fürs Auge: Wie Sie Ihr Augenlicht schützen

Viele Augenkrankheiten beginnen schleichend und ohne Symptome. Früh erkannt sind die Heilungschancen jedoch am besten. Welche Früherkennungsuntersuchungen Augenärzte empfehlen.

Test auf Sehschwäche bei Kindern

Damit sich das Sehvermögen bei Kindern optimal entwickelt, sollten alle Kinder spätestens um den dritten Geburtstag herum einmal augenärztlich untersucht werden. Stellt der Augenarzt dabei eine Fehlsichtigkeit oder Schielen fest, kann dies frühzeitig behandelt werden. Bleiben ein Sehfehler oder auch ein schwaches Schielen bei Kindern längere Zeit unentdeckt, besteht die Gefahr, dass ein Auge nicht die volle Sehkraft erreichen kann, weil der Seheindruck im Gehirn nicht korrekt verarbeitet wird. „Bei den Einschulungsuntersuchungen durch die Gesundheitsämter weisen sechs Prozent der Kinder, die vor dem dritten Geburtstag nicht augenärztlich untersucht wurden, eine einseitige Sehschwäche auf“, berichtet Dr. Ludger Wollring, Pressesprecher des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA).

Wenn in der Familie bereits Sehfehler bekannt oder das Kind deutlich schielt sind, ist eine Untersuchung bereits im Alter von sechs Monaten zu empfehlen. Zu einer frühen Augenuntersuchung raten Experten auch bei Frühgeborenen.

Früherkennung des Glaukoms (Grüner Star)

Der Grüne Star ist eine tückische Krankheit, bei der nach und nach die Fasern des Sehnervs absterben. Dadurch entstehen, vom Rand her beginnend, Ausfälle im Gesichtsfeld. Betroffene verspüren keine Schmerzen und bemerken selbst in fortgeschrittenen Stadien der Krankheit keine Symptome, da das andere Auge die Defizite ausgleicht. Blinde Flecken werden nicht als „schwarze Löcher“ wahrgenommen, sondern das Gehirn erstellt ein möglichst homogenes Bild aufgrund der vorhandenen Sehinformationen. Erst wenn der größte Teil des Sehnervs unwiederbringlich zerstört ist, werden die entstehenden blinden Flecken im Gesichtsfeld bemerkt.

Rechtzeitig erkannt, lässt sich das Glaukom mit Augentropfen, Lasereingriffen oder Operationen gut behandeln. Deshalb sind ab dem 40. Lebensjahr regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen ratsam. Dabei untersucht der Augenarzt den Sehnervenkopf am Augenhintergrund auf Auffälligkeiten und misst der Augeninnendruck. Er ist neben dem Alter ein wichtiger Risikofaktor. Menschen mit dunkler Hautfarbe wird die Untersuchung bereits ab dem 30. Lebensjahr empfohlen, da sie häufiger an einem Glaukom erkranken. Auch Menschen, deren Verwandte 1. Grades unter einem Glaukom leiden, sollten sich schon in jüngeren Jahren regelmäßig untersuchen lassen.

Untersuchung der Netzhaut bei Kurzsichtigkeit

Kurzsichtige Menschen haben ein erhöhtes Risiko für Netzhautablösungen. Deshalb sollten Patienten mit einer Kurzsichtigkeit ab -3 Dioptrien ihre Netzhaut jährlich untersuchen lassen. Für diese Untersuchung wird die Pupille mit Augentropfen erweitert. Danach kann man für einige Stunden nicht scharf sehen, so dass nach der Untersuchung Autofahren zunächst nicht möglich ist.

Früherkennung der altersbedingten Makuladegeneration (AMD)

Bei der AMD sterben nach und nach die lichtempfindlichen Zellen in der Netzhautmitte ab. In einigen Fällen wachsen zudem krankhafte Gefäße im Bereich der Netzhautmitte, aus denen Feuchtigkeit austritt, was den Krankheitsprozess erheblich beschleunigt. Diese feuchte Form der AMD lässt sich mit Medikamentengaben ins Augeninnere behandeln – je früher die Krankheit erkannt wird, umso besser sind die Erfolgsaussichten. Deshalb empfiehlt der BVA allen Menschen ab dem Alter von 60 Jahren regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen.

Augenarzt-Check für Verkehrsteilnehmer

Im Straßenverkehr sind wir besonders auf die Leistungsfähigkeit unserer Augen angewiesen. Dabei spielt nicht nur die zentrale Sehschärfe eine Rolle. Sehen bei schlechten Lichtverhältnissen ist ebenso wichtig wie ein intaktes Gesichtsfeld. Diese und weitere Aspekte werden bei einem Augenarzt-Check für Verkehrsteilnehmer berücksichtigt. Augenärzte empfehlen diesen Test allen Verkehrsteilnehmern ab dem 40. Lebensjahr.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/frueherkennung-fuers-auge/


Erkältung oder Grippe? Die Symptome richtig deuten

Schnupfen, Kopfschmerzen und Husten – in der kalten Jahreszeit plagt sie viele immer mal wieder: die Erkältung. Oder ist es doch die Grippe? Wie Sie beide Erkrankungen unterscheiden und wieder gesund werden.

Wie sich eine Erkältung äußert

Die Erkältung und die Grippe haben einige Anzeichen gemeinsam, sodass viele Menschen sie oft verwechseln. Auch wenn letzlich der Arzt die Diagnose stellen wird, so ist es doch nützlich, wenn man die Krankheitsanzeichen richtig deuten kann. Denn nicht immer ist ein Arztbesuch bei einer Erkältung notwendig. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung der oberen Atemwege, die meist durch Rhino- oder Coronaviren ausgelöst wird.

Typische Anzeichen sind Schnupfen, Halsschmerzen und leichte Kopfschmerzen. Auch Husten deutet auf eine Erkältung hin, Fieber und Gliederschmerzen treten hingegen seltener auf. Grundsätzlich erscheinen die Symptome langsam und flauen nach ein paar Tagen wieder ab. Erkältungen wirken sich zwar negativ auf die allgeimene Befindlichkeit aus, aber betroffene Personen fühlen sich nicht schwer krank.

Wie sich eine Grippe äußert

Die Grippe (Influenza) wird durch Influenza-Viren des Typs A, B oder C ausgelöst und beginnt meist plötzlich. Das meist rasch auftretende Fieber um die 39 Grad Celsius und das Frösteln verschlechtern sehr schnell den Allgemeinzustand der Patienten. Im Gegensatz zur Erkältung leiden Menschen mit einer Grippe unter Glieder- und Muskelschmerzen sowie starken Kopfschmerzen. Das Krankheitsgefühl ist stark ausgeprägt und wird von Müdigkeit begleitet. Wie bei einer Erkältung werden die von Hustenanfällen geplagt werden, Schnupfen und Halsschmerzen treten nur manchmal auf.

Trinken, trinken, trinken

Egal, ob man an einer Erkältung oder an einer Grippe leidet: Ärzte des Deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V. empfehlen, viel zu trinken. Betroffene Personen halten so ihre Schleimhäute feucht und verbessern ihre Abwehrreaktionen. Darüber hinaus verliert der Körper bei Fieber viel Flüssigkeit, sodass Betroffene den Flüssigkeitsverlust wieder ausgleichen müssen. Vor allem bei einer Grippe raten die Ärzte, sich zu schonen und einige Tage im Bett zu bleiben.

Wann ein Arztbesuch ratsam ist

Die HNO-Ärzte empfehlen folgenden Personengruppen, einen Arzt aufzusuchen und die Beschwerden abklären zu lassen.

  • älteren Menschen mit hohem Fieber
  • Menschen mit einer Grunderkrankung wie Herz- oder LungenkrankheitenEltern mit ihrem Kind, wenn die Erwachsenen hinter den Beschwerden des Kindes eine Grippe vermutenalle anderen Personen mit typischen Grippesymptomen, starkem Krankheitsgefühl und zusätzlichen Beschwerden wie Luftnot, Kreislaufstörungen oder Schwindel
  • wer zunächst unter eine Erkältung oder leichteren Grippe litt, aber nach drei bis vier Tagen erneut Symptome zeigt. In diesem Fall besteht die Gefahr, an einer Lungenentzündung erkrankt zu sein.

Ärzte verordnen meist Arzneimittel gegen die einzelnen Symptome. Da Antibiotika nur gegen Bakterien wirken, werden sie in der Regel bei Virusinfektionen nicht verschrieben. Eine Ausnahme besteht dann, wenn betroffene Personen sich zusätzlich mit Bakterien infiziert haben.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/erkaeltung-oder-grippe-1/


Nebenwirkung Fahruntüchtigkeit: Auch „harmlose“ Arzneien betroffen

Viele Arzneimittel beeinträchtigen die Verkehrstüchtigkeit, selbst vermeintlich harmlose Augentropfen oder Hustensäfte. Wie Arzneimittel-Anwender sicher ans Ziel kommen, erläutert die Barmer GEK.

Unerwünschte Nebenwirkungen als Unfallgefahr

Etwa jedes fünfte Medikament kann zu Unaufmerksamkeit und einem verzögerten Reaktionsvermögen führen. Einige Arzneimittel bedienen im Gehirn dieselben Rezeptoren wie Alkohol, mit den entsprechenden Auswirkungen. Andere beeinflussen das Urteilsvermögen und die Selbsteinschätzung, was zu einem riskanten Fahrverhalten führt. Das Risiko eines Verkehrsunfalls steigt dadurch. Zwar ist das Fahren unter Einfluss von Medikamenten nicht grundsätzlich verboten, im Falle eines Unfalls muss ein Fahrer bei entsprechendem Nachweis jedoch mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.

Nicht nur Schlafmittel machen fahruntauglich

Die Liste der kritischen Arzneien ist lang: So können etwa pupillenerweiternde Augentropfen die Lichtempfindlichkeit erhöhen und so das Sehvermögen beeinträchtigen. Nadja Dörr, Apothekerin bei der Barmer GEK, empfiehlt Patienten sich bei der Einnahme folgender Medikamente grundsätzlich über mögliche Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit zu informieren: 


Die Apothekerin ergänzt: „Manche Schlafmittel haben eine sehr lange Wirkdauer, so dass trotz frühzeitiger abendlicher Einnahme die Fahrtüchtigkeit am darauf folgenden Tag beeinträchtigt sein kann.“

Hinweise ernst nehmen

Der einfachste Weg, sich schlau zu machen, ist ein Blick auf den Beipackzettel. In manchen Fällen gibt bereits der behandelnde Arzt bei der Verschreibung des Medikaments einen entsprechenden Hinweis. Wer unsicher ist, fragt in der Apotheke nach. „Letztlich muss aber jeder selbst entscheiden, ob er sich fit genug fühlt, um Auto oder Motorrad zu fahren. Denn auch ohne einen speziellen Warnhinweis können Nebenwirkungen wie Schwindel, Kopfschmerzen, Benommenheit oder allergische Reaktionen die Verkehrstüchtigkeit stark einschränken“, weiß Dörr.

Mögliche Wechselwirkungen beachten

Besonders kritisch ist es, wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig eigenommen werden, da sich in solchen Fällen die Wirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit sogar verstärken können. Dies gilt auch für rezeptfreie Präparate, pflanzliche Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel. Ein Beratungsgespräch in der Apotheke hilft, Wechselwirkungen zu vermeiden. „Tabu sollte grundsätzlich der Genuss von Alkohol und die gleichzeitige Einnahme von Medikamenten sein. Doch Vorsicht: Auch Hustenmittel und Magentropfen können Alkohol enthalten“, warnt die Apothekerin.

Auf Experten vertrauen

Allerdings gibt es auch einige Medikamente, die genau das Gegenteil bewirken, also chronisch Kranke wie beispielsweise Diabetiker überhaupt erst fahrtauglich machen. Voraussetzung ist allerdings, dass diese Mittel richtig angewendet werden. Vorsicht ist jedoch geboten bei Einstellungs- und Umstellungsphasen oder wenn die Dosierung geändert werden muss. Hier kann es zu erheblicher Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit kommen. Im Zweifelsfall lieber den Arzt oder Apotheker fragen.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/nebenwirkung-fahruntuechtigkeit/


Brustschmerz bei Kälte: Wie gefährlich ist Kälteangina?

Wer bei Minusgraden atmungsabhängige Schmerzen im Brustkorb spürt, leidet womöglich an einer sogenannten Kälteangina. Wie sie entsteht und was Betroffene tun sollten.

Herzgefäße verengen sich bei Minusgraden

Winter setzt dem Herz zu. Denn bei Minustemperaturen verengen sich die Gefäße, und das Herz muss das Blut gegen einen erhöhten Widerstand pumpen. „Sind die Gefäße schon vorgeschädigt, kann das zu einer Durchblutungsstörung führen“, erklärt Professor Dr. med. Detlef Moka, Vorsitzender des Berufsverbands Deutscher Nuklearmediziner (BDN). „Ein daraus resultierender Sauerstoffmangel äußert sich mit plötzlicher Atemnot, Brennen, Schmerzen oder Druckgefühl im Brustkorb.“ Treten diese Beschwerden erstmals auf, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen, um die Ursache zu klären. Denn die Kälteangina kann auf eine ernste Herzerkrankung hinweisen.

Szintigrafie macht Durchblutung der Herzgefäße sichtbar

Ob tatsächlich Grund zur Sorge besteht, klärt eine nuklearmedizinische Untersuchung am Herz (Myokardszintigrafie). Sie macht sichtbar, ob und wie stark die Nährstoffversorgung des Herzmuskels eingeschränkt ist. Dazu erhält der Patient ein schwach radioaktiv markiertes Medikament in die Vene gespritzt, das sich vorübergehend im Herzmuskel anreichert und die Sauerstoffsättigung widerspiegelt. „So können wir das Ausmaß der Durchblutungsstörung bestimmen“, erläutert Moka. Zugleich erkennen die Ärzte, ob Lebensstiländerung, Herzmedikamente, eine Gefäßerweiterung oder Bypass-Operation als Therapie in Frage kommen.

Wer bereits weiß, dass er an verengten Herzkranzgefäßen leidet, sollte körperliche Anstrengungen bei Kälteeinbrüchen vermeiden. „Sport nur in Innenräumen treiben und das Schneeschippen anderen überlassen“, rät Moka.

Quelle: http://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/brustschmerz-bei-kaelte/


Mittel und Wege gegen Migräne: Den Kopfschmerz in den Griff kriegen

Wiederkehrende Migräneattacken schränken Betroffene stark in ihrer Lebensqualität ein. Einige Maßnahmen lindern die Häufigkeit und Schwere des Kopfschmerzes jedoch.

Bei einem Migräneanfall greifen Betroffene oft zu Schmerzmitteln. Diese wirken zwar im Akutfall, können bei andauernder Anwendung aber selbst Kopfschmerzen verursachen. Patienten, die sehr unter ihrer Migräne leiden, sollten daher stattdessen Maßnahmen ergreifen, die die Attacken von vornherein abmildern. „Prophylaktische Maßnahmen können die Migräne bei den Betroffenen nicht vollständig vermeiden, aber die Häufigkeit, Schwere und Dauer der Migräneattacken verringern“, weiß Dr. Ursula Marschall von der Barmer.

Ausbalancierter Lebensstil wirkt sich positiv aus

Als Migräneprophylaxe eignen sich zum einen verschreibungspflichtige Medikamente, etwa die beiden Betablocker Metoprolol und Propranolol. Zum anderen wirken Anpassungen im Lebensstil vorbeugend: Vielen Patienten hilft es, bestimmte Stressoren im Alltag zu beseitigen, zum Beispiel Lärm zu meiden und auf Alkohol zu verzichten. Häufig hat ein geregelter Tagesablauf mit festen Schlaf-, Wach und Essenszeiten positive Effekte. Daneben empfehlen Experten tägliche Entspannungstrainings, zum Beispiel in Form der Progressiven Muskelentspannung. Akupunkturen sowie regelmäßiger, leichter Ausdauersport wirken ebenfalls präventiv.

Stressoren mit Migräne-Kalender erkennen

Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft bietet auf ihrer Homepage einen Migräne-Kalender zum Ausdrucken. Dieser hilft dabei, persönliche Stressoren zu erkennen und zu beseitigen. Ein ähnlicher Kalender findet sich für Clusterkopfschmerz.

Quelle: http://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/mittel-und-wege-gegen-migraene/


Arzneitropfen richtig dosieren: Anwendung mit Tücken

In Tropfenform lassen sich Arzneimittel ganz individuell dosieren. Die korrekte Handhabung ist dabei unerlässlich. Worauf es bei der Dosierung von Arzneitropfen ankommt.

Wenn im Alter das Sehvermögen und die Feinmotorik nachlassen, fällt auch die korrekte Dosierung von Arzneimitteln zunehmend schwerer. Vor allem Arzneitropfen bringen einige Tücken mit sich. Bei manchen Präparaten fallen die Tropfen so schnell, dass sie sich mit dem Auge kaum noch zählen lassen. „Besser ist es dann, die Tropfen in einen leeren Joghurtbecher fallen zu lassen“, rät der Apotheker Dr. Wolfgang Kircher. „Dann ergibt jeder Tropfen einen Ton, und dieses akustische Signal lässt sich leichter zählen.“

Arzneifläschchen schräg oder gerade halten?

Ob das Arzneifläschchen beim Tropfen schräg oder gerade gehalten wird, spielt für die richtige Dosierung ebenfalls eine Rolle. Je nach Verschluss werden die Arzneitropfen nämlich mittig oder über den Seitenrand des Fläschchens abgegeben. In den Packungsbeilagen fehlt dieser Anwendungshinweis meist, Rat weiß dann der Apotheker. Fällt das Dosieren mit dem Fläschchen schwer, besteht in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt auch die Möglichkeit, eine Dosierspritze zu verwenden. Erhältlich ist sie in der Apotheke.

Richtige Dosierung je nach Hersteller unterschiedlich

Neben der Handhabung müssen Patienten für die richtige Dosierung beachten, dass der gleiche Wirkstoff von unterschiedlichen Herstellern oft unterschiedlich stark dosiert ist. So kann es vorkommen, dass bei einem Präparat bereits 20 Tropfen reichen, bei einem anderen hingegen 28 nötig sind. Wer sich bei der korrekten Dosierung unsicher ist, sollte Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker halten.

Quelle: http://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/arzneitropfen-richtig-dosieren/


RSV-Infektion bei Säuglingen: Nicht mit Erkältung verwechseln

Von außen betrachtet ähnelt eine RSV-Infektion oft einer harmlosen Erkältung. Doch gerade bei Säuglingen drohen schwerwiegende Komplikationen. Wann Eltern handeln sollten.

Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus, kurz RSV, treten zwar auch bei Erwachsenen auf. In den meisten Fällen sind allerdings Kinder unter zwei Jahren betroffen. Die Symptome – Husten, Schnupfen, Fieber – klingen meist innerhalb einer Woche von alleine ab.

Babys droht bei RSV-Infektion Lungenentzündung

Eltern sollten die Lungenerkrankung dennoch unbedingt ernst nehmen: Gerade in den ersten Lebensmonaten droht Babys ein schwerer Krankheitsverlauf mit Bronchiolitis (Entzündung der Bronchiolen) und Lungenentzündung. Eine schwere RSV-Infektion äußert sich unter anderem in einer beschleunigten Atmung und Unlust zu trinken. Eltern sollten bei Verdacht auf RS-Viren den Kinderarzt kontaktieren und eventuell eine Notfallambulanz aufsuchen.

Babys möglichst vor RSV-Infektion beschützen

RS-Viren werden per Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen. Da Säuglinge nur ein schwach ausgeprägtes Abwehrsystem haben, kommen sie am besten gar nicht erst in Kontakt mit den Erregerviren. Experten empfehlen Eltern und Betreuern daher, häufig die Hände zu waschen und harte Oberflächen im Haushalt regelmäßig zu desinfizieren. Zudem sollten sie das Baby in den ersten Lebensmonaten möglichst nicht großen Menschenmengen aussetzen.

Quelle: http://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/rsv-infektion-bei-saeuglingen/


Hautpflege im Winter: Wie man trockene Haut vermeidet

Draußen frostige Winterluft, drinnen trockene Heizungsluft: Unserer Haut setzt die kalte Jahreszeit ganz schön zu. Dabei reichen schon ein paar einfache Maßnahmen, um sie vor dem Austrocknen zu bewahren.

Es ist kein Zufall, dass raue, rissige Haut vor allem im Winter auftritt. Zum einen stellen die Talgdrüsen bei kalten Temperaturen zunehmend ihre Arbeit ein. Zum anderen halten wir uns vermehrt in beheizten Räumen auf, was der Haut ihre Feuchtigkeit entzieht. Dr. Utta Petzold, Dermatologin bei der Barmer, empfiehlt daher, im Winter regelmäßig Sturz zu lüften und für eine ausreichende Luftbefeuchtung zu sorgen. „Dafür sind auch keine teuren Geräte notwendig. Ein nasses Handtuch auf dem Heizkörper ist ebenfalls hilfreich.“

Im Winter nur alle zwei Tage duschen

Regelmäßiges, heißes Duschen oder Baden schadet der Haut ebenfalls. Dermatologen empfehlen daher, im Winter nur jeden zweiten Tag zu duschen und höchstens einmal pro Woche ein Bad zu nehmen. Die Wassertemperatur sollte dabei so niedrig wie möglich sein. Da auch die Kopfhaut im Winter strapaziert ist, darf das Haarewaschen und Föhnen gerne mal wegfallen.

Hochwertige Pflegeprodukte gegen trockene Haut

Gegen trockene Haut eignen sich Pflegeprodukte mit hochwertigen Fetten und Ölen, zum Beispiel Linolsäure, oder mit feuchtigkeitsspendende Substanzen wie Urea oder Hyaluronsäure. Rückfettende Dusch- und Badeöle helfen je nach Zusammensetzung ebenfalls. Wasserhaltige Gele und alkoholhaltige Gesichtswasser trocknen die Haut hingegen weiter aus, da sie den natürlichen Schutzfilm der Haut angreifen.

Quelle: http://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/hautpflege-im-winter-2/


Richtig niesen und schnäuzen: Wohin mit den Erkältungskeimen?

Ob aus Schamgefühl oder aus Rücksicht auf die Mitmenschen: Viele Erkältete unterdrücken in der Öffentlichkeit ihren Niesreiz oder vermeiden es, sich zu schnäuzen. Doch wie gesund ist das?

Wer einen aufkommenden Niesreiz unterdrücken will, indem er seine Nase zuhält, tut sich keinen Gefallen: Durch den entstehenden Überdruck im Kopf drohen Äderchen und schlimmstenfalls das Trommelfell im Ohr zu platzen. Am besten niesen Erkältete in ein Taschentuch, alternativ in die Armbeuge, um die Mitmenschen vor einer Tröpfcheninfektion zu bewahren.

Bei Schnupfen nicht zu stark schnäuzen

Auch beim Schnupfen ist es sinnvoll, die Keime aus der verstopften Nase heraus zu befördern. Durch ständiges Hochziehen gelangen die Erreger womöglich von der Nase in den Rachen und unter Umständen in die Atemwege, was eine akute Bronchitis zur Folge haben könnte. Damit Sekret und Keime nicht durch zu starken Druck in die Nasenhöhlen gelangen, gilt auch beim Schnäuzen Vorsicht. Wolfgang Wagner von der KKH Kaufmännische Krankenkasse empfiehlt folgende Methode: „Vorsichtig in ein Papiertaschentuch schnäuzen, am besten beide Nasenlöcher getrennt und dabei nicht zu heftig schnauben.“ Das benutzte Taschentuch sollten Erkältete direkt im Anschluss entsorgen.

Erkältung von vornherein vermeiden

Am besten lässt man es gar nicht erst zu einer Erkältung kommen. Ansteckungsgefahr droht vor allem durch Türklinken, Treppengeländer und Haltegriffe in Bussen und Bahnen. Diese sollte man, wenn möglich, nicht anfassen oder sich anschließend gründlich die Hände waschen, ohne sich davor ins Gesicht zu fassen.

Quelle: http://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/richtig-niesen-und-schnaeuzen/


Das Blutbild bestimmen lassen: Wann lohnt sich ein großes Blutbild?

Ein großes Blutbild bieten nicht alle Hausärzte an. Dabei gibt es Aufschluss über viele mögliche Erkrankungen. Wann ist die umfangreiche Laboruntersuchung sinnvoll?

Für ein Blutbild genügt eine einfache Blutprobe vom Patienten. Die anschließende Auswertung im Labor gestaltet sich hingegen sehr komplex – insbesondere beim großen Blutbild. Während das kleine Blutbild die Zahl und Gestalt der roten Blutkörperchen sowie die Konzentration des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) umfasst, schließt das große Blutbild zusätzlich die weißen Blutkörperchen ein. Diese spielen eine wichtige Rolle für das Immunsystem. Im Labor werden sie aufgeschlüsselt in Monozyten, Lymphozyten und Granulozyten, weshalb Mediziner vom Differenzialblutbild sprechen.

Großes Blutbild informiert über Infektionen oder Mangelzustände

Das große Blutbild gibt dem Arzt genauere Hinweise auf mögliche Erkrankungen des Patienten – zum Beispiel auf Infektionskrankheiten, Erkrankungen der Leber oder Niere oder auf eine Schilddrüsenfehlfunktion. Auch über Mangelzustände verschafft das große Blutbild Klarheit, indem es über Nährstoffe im Blut wie Mineralstoffe, Vitamine und Eiweiße Auskunft gibt.

Gesetzliche Krankenkassen erstatten Blutbild nicht

Ein großes Blutbild erstellt am besten der Internist. Welche Blutwerte er im Labor bestimmt, hängt davon ab, über welche möglichen Erkrankungen der Patient Bescheid wissen möchte. Die Kosten für die Auswertung eines Blutbilds, ob klein oder groß, erstatten lediglich private Krankenkassen. Gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren haben dafür alle zwei Jahre Anspruch auf eine Blutuntersuchung, die Leberwerte, Cholesterin und den Blutzucker beinhaltet.

Quelle: http://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/das-blutbild-bestimmen-lassen/


Richtig niesen und schnäuzen: Wohin mit den Erkältungskeimen?

Ob aus Schamgefühl oder aus Rücksicht auf die Mitmenschen: Viele Erkältete unterdrücken in der Öffentlichkeit ihren Niesreiz oder vermeiden es, sich zu schnäuzen. Doch wie gesund ist das?

Wer einen aufkommenden Niesreiz unterdrücken will, indem er seine Nase zuhält, tut sich keinen Gefallen: Durch den entstehenden Überdruck im Kopf drohen Äderchen und schlimmstenfalls das Trommelfell im Ohr zu platzen. Am besten niesen Erkältete in ein Taschentuch, alternativ in die Armbeuge, um die Mitmenschen vor einer Tröpfcheninfektion zu bewahren.

Bei Schnupfen nicht zu stark schnäuzen

Auch beim Schnupfen ist es sinnvoll, die Keime aus der verstopften Nase heraus zu befördern. Durch ständiges Hochziehen gelangen die Erreger womöglich von der Nase in den Rachen und unter Umständen in die Atemwege, was eine akute Bronchitis zur Folge haben könnte. Damit Sekret und Keime nicht durch zu starken Druck in die Nasenhöhlen gelangen, gilt auch beim Schnäuzen Vorsicht. Wolfgang Wagner von der KKH Kaufmännische Krankenkasse empfiehlt folgende Methode: „Vorsichtig in ein Papiertaschentuch schnäuzen, am besten beide Nasenlöcher getrennt und dabei nicht zu heftig schnauben.“ Das benutzte Taschentuch sollten Erkältete direkt im Anschluss entsorgen.

Erkältung von vornherein vermeiden

Am besten lässt man es gar nicht erst zu einer Erkältung kommen. Ansteckungsgefahr droht vor allem durch Türklinken, Treppengeländer und Haltegriffe in Bussen und Bahnen. Diese sollte man, wenn möglich, nicht anfassen oder sich anschließend gründlich die Hände waschen, ohne sich davor ins Gesicht zu fassen.

Quelle: http://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/richtig-niesen-und-schnaeuzen/


Schmerzen infolge der Gürtelrose: Bleibenden Schäden vorbeugen

Wird eine Gürtelrose nicht frühzeitig konsequent behandelt, drohen bleibende Nervenschäden mit starken Schmerzen. Wie Betroffene sich verhalten sollten.

Eine Gürtelrose ist selbst schon unangenehm. Wird sie nicht fachgerecht behandelt, drohen darüber hinaus bleibende Nervenschäden mit brennenden, teils attackenartigen Schmerzen, Berührungsempfindlichkeit und Juckreiz. Unter Medizinern ist diese Komplikation als Post-Zoster-Neuralgie bekannt.

Schon bei ersten Krankheitszeichen handeln

Um zu verhindern, dass es infolge einer Gürtelrose zur Post-Zoster-Neuralgie kommt, müssen Betroffene frühzeitig handeln: „Möglichst innerhalb der ersten beiden Tage nach dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen wie den typischen schmerzhaften Bläschen sollte eine antivirale Behandlung beginnen“, betont Dr. Gereon Nelles vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte. „Gleichzeitig ist eine ausreichende Schmerztherapie ganz wichtig, damit die Beschwerden nicht chronisch werden.“ Hierfür bieten sich verschiedene Arzneimittel, die individuell unterschiedlich gut wirken: Neben Lidocain-haltigen Pflastern eignen sich einige Antidepressiva und Antikonvulsiva sowie Capsaicin. Rezeptfreie Schmerzmittel reichen für gewöhnlich nicht aus.

Ältere Personen sollten über Impfung nachdenken

Das Risiko, an einer Gürtelrose zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Da sie bei älteren Personen auch häufiger einen schweren Verlauf nimmt, kann sich eine Impfung lohnen. Diese ist für Patienten ab 50 Jahren zugelassen, schützt jedoch nur für wenige Jahre zuverlässig. Vorab ist zudem zu klären, ob die Krankenversicherung die Impfkosten übernimmt.

Quelle: http://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/schmerzen-infolge-der-guertelrose/


Botox: Nicht nur gegen Falten Nervengift vielseitig einsetzbar

Botulinumtoxin kennen die meisten als Botox aus der Schönheitschirurgie. Doch das Nervengift hilft nicht nur gegen Falten, sondern auch gegen Erkrankungen.

Chronische Migräneattacken verursachen ein kaum vorstellbares Leid. Viele Betroffene hatten lange Zeit keine andere Wahl als die ständig wiederkehrenden heftigen Kopfschmerzen auszuhalten – bis die vorbeugende Wirkung von Botulinumtoxin entdeckt wurde. Das unter dem Handelsnamen Botox® bekannte Nervengift hemmt die Erregungsübertragung von Nervenzellen und verringert die Anzahl der Schmerzattacken bei vielen Migräne-Patienten deutlich.

Meilenstein in der Therapie der Reizblase

Die Zulassung zur Migräne-Prophylaxe im Jahr 2011 ist nur einer von vielen Erfolgen von Botox. Zwei Jahre später wurde der Wirkstoff zur Behandlung der Reizblase zugelassen – laut Experten ein Meilenstein in der Therapie. Auch gegen übermäßiges Schwitzen, Zähneknirschen und verschiedene Formen von Spasmen setzen Ärzte Botox erfolgreich ein. Mittlerweile diskutieren Mediziner die Anwendung bei Depressionen.

Medizinische Botox-Behandlung eventuell erstattungsfähig

Bei medizinischen Botox-Behandlungen können Patienten auf eine Kostenübernahme hoffen. Dies hängt allerdings von der Krankheitsgeschichte des Patienten und der Schwere seiner Erkrankung ab. „Patienten, deren Arzt eine Botox-Therapie auf Privatrechnung durchführen möchte, sollten sich wie bei allen individuellen Gesundheitsleistungen an ihre Krankenkasse wenden“, rät Heinz-Ulrich König von der Siemens-Betriebskrankenkasse. „Diese kann beraten, ob die Leistung tatsächlich keine Kassenleistung ist und gegebenenfalls bei der Suche nach einer Alternativtherapie helfen.“

Quelle: http://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/botox-nicht-nur-gegen-falten/


Gelenkbeschwerden im Winter: Auch bei Kälte viel bewegen

Nasskaltes Wetter ist Gift für kranke Gelenke. Wer an Gicht, Arthrose oder Rheuma leidet, sollte daher im Winter einige Verhaltensregeln beherzigen, um übermäßige Schmerzen zu vermeiden.

Stoffwechsel läuft im Winter mit angezogener Handbremse

Im Winter nehmen bei vielen Menschen mit chronischen Gelenkerkrankungen die Beschwerden zu. Grund dafür ist vor allem, dass der Stoffwechsel bei Kälte nur mit angezogener Handbremse läuft. Dadurch dickt unter anderem die Gelenkflüssigkeit ein, was bei Arthrose-Patienten Reibungsschmerzen in den Gelenkknochen verursacht. Bei einer Gicht-Erkrankung führt kaltes Wetter zu vermehrten Harnsäure-Ablagerungen in den Gelenken, was die Symptome verschlimmert. Menschen mit rheumatischen Erkrankungen reagieren wiederum besonders sensibel auf nasskalte Temperaturen – Behandlungen mit trockener Kälte lindern ihre Beschwerden.

Schlechte Durchblutung fördert Gelenkschmerzen

Einen weiteren Grund für Beschwerden im Winter vermuten Experten in den sogenannten Kälteagglutininen. „Dabei handelt es sich um Antikörper, die bei niedrigen Temperaturen die Gefäße verengen und zu verminderter Durchblutung führen“, erklärt Jürgen Philipp vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Folgen sind verspannte Muskeln und steife Gelenke. „Wichtig ist es deshalb, die Gelenke sowohl im Freien als auch im Haus möglichst warm zu halten und sich trotz Schmerzen zu bewegen, um den Körper besser zu durchbluten.“ Ob sich Wärmebehandlungen in Form von Bädern oder Saunabesuchen zur Schmerzlinderung eignen, hängt von der individuellen Erkrankung ab und sollte mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden.

Quelle: http://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/gelenkbeschwerden-im-winter/


Schütteltrauma bei Babys: Wenn Eltern überreagieren

Beim Versuch, ihr schreiendes Baby durch Schütteln zu beruhigen, können Eltern schlimme Schäden anrichten. Eine neue Kampagne informiert über das Risiko des Schütteltraumas.

Einer aktuellen Umfrage zufolge vertritt jeder vierte Bundesbürger die Meinung, dass Schütteln einem Säugling nicht schadet. Das ist jedoch grundsätzlich falsch: Durch Schütteln können Blutgefäße und Nervenbahnen bei Babys reißen, wodurch bleibende geistige und körperliche Beeinträchtigungen drohen. 10–30 Prozent der Säuglinge sterben sogar an den Folgen eines solchen Schütteltraumas.

Dreimonatskoliken sind nicht ungewöhnlich

Die meisten Fälle ereignen sich, wenn Eltern oder andere Aufsichtspersonen sich durch ausgedehnte Schreiattacken des Babys – sogenannte Dreimonatskoliken – überfordert fühlen. Oft wissen sie sich nur mit Schütteln zu helfen. „Zwei Drittel der Befragten ist nicht darüber informiert, dass es intensive Schreiphasen im Säuglingsalter geben kann. 18 Prozent der Befragten glauben sogar, dass Babys manchmal nur schreien, um zu ärgern“, beklagt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Bundesfamilienministerium will verstärkt aufklären

Sie betont daher: „Es ist wichtig, dass Eltern von Babys, die viel schreien, gut informiert sind und wissen, wo sie rechtzeitig Unterstützung finden können.“ Das Bundesfamilienministerium will sich verstärkt um Aufklärung der Eltern bemühen und ihnen Wege aufzeigen, mit schwierigen Erziehungssituationen besser umzugehen. Dafür steht auf der Website der Bundesinitiative Frühe Hilfen ein Infoblatt zum Schütteltrauma bereit. Weitere Informationen sowie ein Aufklärungsfilm finden sich ebenfalls auf der dortigen Website.

Wichtige Anlaufstellen für überforderte Eltern sind unter anderem Kinderärzte, Hebammen und Schreiambulanzen. Eine deutschlandweite Übersicht über Schreiambulanzen findet sich unter Schreibaby.de.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/12188-schuetteltrauma-bei-babys


Abendessen ohne Kohlenhydrate? Was wirklich beim Abnehmen hilft

„Low Carb“ und „No Carb“ liegen im Trend: Vor allem beim Abendessen verzichten mittlerweile viele Abnehmwillige auf kohlenhydratreiche Kost. Doch purzeln ohne Brot und Nudeln tatsächlich über Nacht die Pfunde?

Kohlenhydrate gelten in vielen angesagten Diäten als Buhmann. Dabei führt in der Ernährung kaum ein Weg an ihnen vorbei, fast jedes Grundnahrungsmittel ist reich an Kohlenhydraten. „Wer darauf verzichtet, der verzichtet gleichzeitig auf lebensnotwendige Nährstoffe, die ebenfalls in kohlenhydratreichen Lebensmitteln enthalten sind“, warnt Wiebke Linnemann, Ernährungsexpertin der KKH.

Von guten und schlechten Kohlenhydraten

Das Problem: Viele verarbeitete Produkte unseres täglichen Lebens wie Weißbrot oder Süßigkeiten enthalten sogenannte „leere“ Kohlenhydrate. Diese bestehen aus kurzkettigen Zuckermolekülen und sorgen für ein rapides Ansteigen und Abfallen des Blutzuckerspiegels. Im Anschluss hat man dann schnell wieder Hunger. Anders sieht es bei langkettigen Kohlenhydraten aus: Sie werden langsamer vom Körper verwertet und sättigen dementsprechend länger. Solche gesunden Kohlenhydrate finden sich zum Beispiel in Kartoffeln, ungeschältem Reis oder Haferflocken. Auch Nudeln können durchaus beim Abnehmen helfen – solange die Vollkorn-Variante bevorzugt wird.

Uhrzeit spielt für das Abnehmen keine Rolle

Wer abends auf Kohlenhydrate verzichtet, ernährt sich oft auch fettärmer. Denn ohne das Abendbrot entfallen zum Beispiel auch die Butter oder der Wurstbelag. Linnemann stellt klar: „Nicht die Uhrzeit der Nahrungsaufnahme ist entscheidend, sondern die Summe der Kalorien, die im Laufe des Tages zugeführt werden.“ Eine Mahlzeit ganz ausfallen zu lassen, hält die Expertin sogar für kontraproduktiv: „Wer regelmäßig auf das Abendessen verzichtet, der riskiert früher oder später Heißhungerattacken.“

Eine Übersicht, wie viele Kalorien in welchen Nährstoffen enthalten sind:

  • Kohlenhydrate: 4,1 kcal pro Gramm
  • Eiweiß: 4,1 kcal pro Gramm
  • Fett: 9,3 kcal pro Gramm

Quelle: http://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/abendessen-ohne-kohlenhydrate/


Risiko im Winter: Trockene Augen | Was gegen das Sicca-Syndrom hilft

Brennen, Rötung und das Gefühl, etwas im Auge zu haben: Das auch als „trockenes Auge“ bekannte Sicca-Syndrom zeigt sich in einer Reihe unangenehmer Symptome. Wie Betroffene sich verhalten sollten.

Beim Sicca-Syndrom kommt es zu einer verminderten Tränenbildung oder einer verstärkten Verdunstung des Tränenfilms. Eine solche Benetzungsstörung sollten Betroffene nicht auf die leichte Schulter nehmen, erklärt Dr. Utta Petzold von der Barmer: „Der Tränenfilm enthält neben befeuchtenden und glättenden beispielsweise auch keimtötende Substanzen, die das Auge schützen. Ist die Tränenmenge reduziert, ist auch der Schutz vermindert und das Risiko für chronische Binde- und Hornhautentzündungen steigt an.“

Viele Ursachen kommen für trockene Augen in Frage

Verschiedene Ursachen wie Erkrankungen (zum Beispiel Diabetes), die Einnahme von Medikamenten oder hormonelle Veränderungen kommen für das Sicca-Syndrom in Frage. Gewissheit bringt nur ein Besuch beim Augenarzt. Zusätzlichen Schaden richten Umweltbelastungen wie Staub sowie andauerndes Starren auf einen Bildschirm an – letzteres ist der Grund, warum man bei trockenen Augen auch vom „Office-Eye“ oder „Gamer-Eye“ spricht. Im Winter kommt durch die trockene Luft und das zusätzlich austrocknende Heizen eine weitere Belastung für die Augen hinzu.

Künstliche Tränen befeuchten die Augen

Therapiert wird das Sicca-Syndrom üblicherweise mit sogenannten künstlichen Tränen, die in Form von Gelen oder Tropfen die Augenoberfläche befeuchten und dadurch Horn- und Bindehaut vor dem Austrocknen bewahren. „In manchen Fällen sind Tropfen notwendig, die auch antientzündlich wirken“, ergänzt Petzold. „Welches Präparat letztendlich geeignet ist, kann nur der Augenarzt entscheiden.“ Günstig wirken sich zusätzlich aus:

  • ausreichend Schlaf
  • häufige Pausen bei der Bildschirmarbeit
  • bewusstes Blinzeln
  • Luftbefeuchter und Grünpflanzen für ein besseres Raumklima
  • nicht übermäßig heizen
  • gut verträgliche Kosmetika bei Frauen

Quelle: http://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/risiko-im-winter-trockene-augen/


Mittel und Wege gegen den Husten - Harmlos, aber hartnäckig

Bei Erkältungen ist häufig Geduld gefragt – vor allem bei einem der hartnäckigsten Symptome: dem Husten. Allerdings gibt es allerlei Mittel und Wege, die Beschwerden zu lindern. Welche am vielversprechendsten sind.
Pflanzliche Präparate in allen Formen

Husten hält unsere Atemwege frei und kann uns dadurch das Leben retten. Im Rahmen einer Erkältung ist der ständige Reiz aber dem Schlaf hinderlich. Abhilfe versprechen pflanzliche Präparate: Gegen quälend trockenen Husten helfen Eibisch, Isländisch Moos oder Spitzwegerich. Soll das Abhusten von festsitzendem Schleim erleichtert werden, kommen unter anderem Thymian, Fenchel und Eukalyptus in Frage. In der Apotheke sind entsprechende Wirkstoffe in Form von Tabletten, Tropfen oder Säften erhältlich. Auch Hustentees oder Salben zum Einreiben der Brust eignen sich – letztere jedoch nicht für kleine Kinder oder Asthmatiker, da die enthaltenen ätherischen Öle Verkrampfungen der Atemwege auslösen können.

Inhalieren mit Vernebler lohnt sich

Durchaus lohnenswert kann die Anschaffung eines Inhalationsgeräts sein. Die auch „Vernebler“ genannten Geräte produzieren winzige Tröpfchen mit gesundheitsfördernden Zusätzen, die tief in die Bronchien und Lungenflügel eindringen. Verglichen mit der klassischen Inhalation über einer Schüssel mit heißem Wasser transportieren Vernebler den Wirkstoff besser in die Atemwege. Welche Geräte und Zusätze sich im Einzelfall eignen, weiß der Apotheker.

Häufig ist Geduld gefragt

Haben sich die Atemwege entzündet (akute Bronchitis), ist trotz aller lindernden Maßnahmen Geduld gefragt: Die Bronchien reagieren noch bis zu acht Wochen überempfindlich. Treten neben dem Husten ernste Beschwerden wie starke Kopfschmerzen oder hohes Fieber auf oder sind kleine Kinder, Schwangere oder chronisch Kranke betroffen, sollte nicht abgewartet, sondern grundsätzlich ein Arzt aufgesucht werden.

Quelle: http://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/mittel-und-wege-gegen-den-husten/


Joggen bei kalten Temperaturen: Richtig vorbereitet sicher unterwegs

Kälte, Nässe und Glätte sind für viele Grund genug, es sich häufiger auf der Couch bequem zu machen anstatt Sport zu treiben. Doch mit der richtigen Vorbereitung kommen Hobbyläufer auch im Winter auf ihre Kosten.

Laufen ist gesund – gerade im Winter! Wenn man sich auch bei ungemütlichem Wetter sportlich betätigt, stärkt dies nicht nur das Herz-Kreislauf- und Immunsystem, sondern kurbelt auch die Produktion des Gute-Laune-Hormons Serotonin an, was einer möglichen Winterdepression vorbeugt.

Nicht von null auf hundert loslaufen!

Wer bei kalten Temperaturen joggen geht, sollte seinem Körper mehr Zeit zum Hochfahren geben. Sorgfältiges Dehnen vorab verhindert Zerrungen und Muskelverhärtungen. Erst nach etwa zehn Minuten lockerem Warmlaufen sollten Sportler in das gewünschte Trainingstempo übergehen. Damit der Körper nicht auskühlt, empfiehlt sich der „Zwiebel-Look“ mit mehreren dünnen Kleidungsschichten. Da ein Großteil der Wärme über den Kopf abgegeben wird, ist es sinnvoll, beim Laufen eine Mütze oder ein Stirnband zu tragen.

Beim Joggen für gute Sichtverhältnisse sorgen

Besonders wichtig in der dunklen Jahreszeit ist das Sehen und Gesehenwerden. Wer sich an übersichtliche – am besten beleuchtete – Strecken hält und Schuhe mit rutschfestem Profil trägt, beugt möglichen Stürzen vor. Hindernisse auf der Strecke lassen sich bei Dunkelheit mit einer Lauflampe für Stirn oder Brust besser erkennen. Damit man nicht selbst zum Hindernis für andere Verkehrsteilnehmer wird, empfiehlt es sich, in heller, reflektierender Kleidung zu laufen.

Quelle: http://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/joggen-bei-kalten-temperaturen/


Erkältungssymptome gezielt behandeln: Kombipräparate nicht zu empfehlen

Husten, Schnupfen, Halsschmerzen: Wer die typischen Erkältungssymptome in den Griff bekommen möchte, sollte lieber auf eine gezielte Behandlung statt auf Kombinationspräparate setzen. Das raten Apotheker.

Wen ein grippaler Infekt erwischt, der leidet meist an einer ganzen Reihe von Symptomen. Verlockend erscheint es da, mit einem Kombinationspräparat möglichst viele Beschwerden auf einmal in den Griff zu bekommen. So enthalten manche Arzneimittel gleich sechs Wirkstoffe. Apotheker raten hingegen zu einer gezielten Behandlung der einzelnen Symptome. Indem nur die tatsächlich bestehenden Beschwerden therapiert werden, lässt sich nämlich das Risiko von Neben- und Wechselwirkungen reduzieren.

Spray, Saft, Pastillen – für jedes Symptom die passende Arzneiform

Je nach konkreten Beschwerden eignen sich unterschiedliche Arzneiformen zur Behandlung einer Erkältung:

  • Bei einer verstopften Nase versprechen abschwellende Nasensprays schnelle Linderung. Zugleich mindern sie das Risiko einer Ohrenentzündung.
  • Hält der Husten nachts vom Schlafen ab, kann ein hustenstillender Saft den Reiz unterdrücken. Tagsüber empfiehlt sich stattdessen ein schleimlösender Saft.
  • Bei Halsschmerzen helfen Lutschpastillen oder Rachensprays weiter.
  • Kommt es zu Fieber, stehen Säfte, (Brause-)Tabletten und Zäpfchen zur Auswahl.

Rücksprache mit Arzt oder Apotheker halten

Werden mehrere Arzneimittel eingenommen, sollten Patienten Rücksprache halten mit ihrem Arzt oder Apotheker, um Wechselwirkungen auszuschließen. So vertragen sich etwa fiebersenkende Medikamente häufig nicht mit Gerinnungshemmern. Am besten kommt es gar nicht erst zu einer Ansteckung: häufiges und gründliches Händewaschen, Vermeiden von Keimherden (z. B. Haltegriffe in Bus und Bahn) sowie ein gesunder Lebensstil halten die meisten Erreger in Schach.

Eine kritische Übersicht zu Kombinationspräparaten finden Sie online bei der Deutschen Apotheker Zeitung.

Quelle: https://www.apotheken.de/news/12162-erkaeltungssymptome-gezielt-behandeln


Fieber im Kindesalter: Wann sollten Eltern handeln?

Erkrankungen gehen bei Kindern besonders häufig mit Fieber einher. Zwar handelt es sich dabei um eine sinnvolle Schutzreaktion des Körpers – in manchen Fällen sollten Eltern jedoch umgehend reagieren.

Das Dreitagefieber ist eine typische Kinderkrankheit, deren Name den fieberhaften Verlauf schon andeutet. Auch andere Krankheiten, zum Beispiel die akute Mittelohrentzündung, sind bei kleineren Kindern oft von Fieber begleitet – schließlich ist ihr Immunsystem noch nicht voll entwickelt.

Fieber senken nicht immer sinnvoll

Die Apothekerin Heidi Günther erklärt: „Fieber ist ein typisches Symptom dafür, dass der Körper gegen Krankheitserreger ankämpft. Es handelt sich also nicht um eine eigenständige Krankheit, sondern ist ein Zeichen für eine gesunde Körperreaktion, um eingedrungene Viren oder Bakterien zu beseitigen. Ein ansonsten gesunder Körper sollte daher auch mal fiebern dürfen.“ Fiebersenkende Maßnahmen richten sich laut Günther nicht gegen die Ursache der Krankheit und verkürzen auch nicht ihren Verlauf. „Ich rate den Eltern, das Kind lieber sorgfältig zu beobachten und auf seine Bedürfnisse einzugehen.“

Das Immunsystem des Kindes unterstützen

Bei Krankheiten, die von Fieber begleitet werden, helfen Kindern vor allem zwei Maßnahmen: ausreichend trinken und im Bett bleiben. Daneben empfiehlt Günther: „Eltern können ihrem fiebernden Kind helfen, indem sie, je nach Phase, Wärme zuführen, beispielsweise über Decken, Wärmekissen und warmen Tee, oder den Körper bei seinen Bemühungen um Abkühlung unterstützen. Dies kann über eine kühle Raumtemperatur, Wadenwickel oder Waschungen geschehen.“

Wann Eltern einen Arzt aufsuchen sollten

Bei ernsten Symptomen sollten Eltern mit kleinen Kindern umgehend einen Arzt aufsuchen. Dazu gehören:

  • Durchfall oder Erbrechen
  • starke Hals- und Ohrenschmerzen, Nackensteife oder trockener Husten
  • Fieber über 40 Grad
  • Fieber, das trotz Antibiotika-Therapie länger als drei Tage anhält.

Quelle: http://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/fieber-im-kindesalter/


Grippe: Wem nützt eine Impfung? Ältere Menschen besonders gefährdet

Die meisten Grippe-Infektionen ereignen sich jedes Jahr zwischen Dezember und April – für eine Impfung ist es also noch nicht zu spät. Für wen sich die Immunisierung besonders lohnt.

Die Grippewelle 2016/17 war eine besonders schwere: 114.000 Fälle wurden bundesweit gemeldet, 723 Menschen starben nachweislich an Influenzaviren. Betroffen sind vor allem Senioren – doch trotz ihres hohen Erkrankungsrisikos lässt sich gerade einmal jeder dritte gegen Grippe impfen.

Älteren und chronisch Kranken droht Superinfektion

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut empfiehlt die Grippe-Impfung folgenden Menschen:

  • Personen über 60 Jahren
  • Schwangeren
  • chronisch Erkrankten
  • medizinischem und pflegerischem Personal.

Älteren Personen sowie Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Niereninsuffizienz droht aufgrund ihres geschwächten Immunsystems eine Superinfektion: Dann gesellen sich zu den Influenzaviren noch weitere Erreger, die zum Beispiel eine lebensgefährliche Lungenentzündung hervorrufen können. Auch das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, steigt im Rahmen einer Grippe-Erkrankung deutlich an.
Ärzte und Pflegende haben häufig mit älteren und kranken Menschen zu tun und daher zum einen ein erhöhtes Erkrankungsrisiko; zum anderen riskieren sie ohne Impfung, ihre Patienten anzustecken.

Was tun, um eine Grippe-Erkrankung zu verhindern?

Eine Grippeimpfung mildert zwar den Verlauf der Erkrankung ab. Noch besser ist es aber, sich gar nicht erst anzustecken. Besonders gefährdete Personen sollten geschlossene, überfüllte Räume vermeiden, um eine Übertragung der Viren über Tröpfchen in der Luft – zum Beispiel durch Husten oder Niesen – zu verhindern. Daneben senkt regelmäßiges Händewaschen das Ansteckungsrisiko. Ein Händedesinfektionsmittel für die Handtasche lohnt sich und ist in jeder Apotheke erhältlich. Nicht zuletzt sollten Urlauber sich vorab informieren, wann in ihrem Reiseziel Grippe-Hochsaison ist.

Quelle: http://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/grippe-wem-nuetzt-eine-impfung/


Fettleber bei Kindern: Chronische Folgeerkrankungen drohen

Immer mehr Kinder leiden an einer durch Fehlernährung und Bewegungsmangel bedingten Fettleber. Auch wenn akut keine Beschwerden auftreten, drohen ernsthafte Folgeerkrankungen. Wann Handlungsbedarf besteht.

Aus Fettleber können sich Hepatitis und Leberzirrhose entwickeln

Die WHO schlägt Alarm: In Europa ist jedes dritte Kind zwischen sechs und neun Jahren ernsthaft übergewichtig. Fast die Hälfte von ihnen entwickelt eine sogenannte nicht-alkoholische Fettleber. Eine reine Fettleber verursacht zwar noch keine Beschwerden, jedoch können sich in der Folge ernsthafte Erkrankungen wie eine Leberentzündung (Hepatitis) entwickeln. Bei einem chronischen Verlauf droht eine unumkehrbare Gewebevernarbung (Leberzirrhose) und schließlich Leberkrebs.

Bei früher Diagnose sind Heilungschancen gut

„Bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen sollte der behandelnde Arzt immer auch eine Fettlebererkrankung abklären. Eine einfache Ultraschalluntersuchung kann bereits Leberveränderungen sichtbar machen“, erklärt Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung. Darüber hinaus geben erhöhte Leberwerte einen Hinweis auf eine Erkrankung. Je früher die Diagnose vorliegt, desto eher können betroffene Kinder durch eine Ernährungsumstellung und Sport erreichen, dass sich die Fettablagerungen in der Leber zurückbilden.

Die Deutsche Leberstiftung bietet auf ihrer Homepage die Faltblätter „Leber und Fett“ sowie „Lebererkrankungen bei Kindern“ zum Download an.

Quelle: http://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/fettleber-bei-kindern/


Sport senkt Brustkrebs-Risiko: Mit Bewegung vor- und nachsorgen

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Körperliche Aktivität reduziert das Erkrankungsrisiko jedoch erheblich. Mehr noch: Das Rückfallrisiko sinkt ebenfalls.

Frauen, die regelmäßig Sport treiben, haben ein um 20 bis 30 Prozent verringertes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Das zeigen mehrere aktuelle Studien. Auch im Rahmen einer Krebstherapie und -nachsorge sorgt sportliche Betätigung für eine günstigere Prognose: „Es hat sich gezeigt, dass körperliche Aktivität – im Rahmen dessen, was den Betroffenen möglich ist – die Nebenwirkungen einer Chemo- oder antihormonellen Therapie messbar reduzieren kann“, weiß Dr. Sylvia Brathuhn, Bundesvorsitzende der Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH). Das Rückfallrisiko sei ebenfalls geringer.

Bewegung hilft Körper und Psyche

Wie sportliche Betätigung sich auf den Verlauf und das mögliche Wiederauftreten einer Krebserkrankung auswirkt, sind noch weitgehend unbekannt. Unter anderem wird ein positiver Einfluss auf das Immunsystem und auf Stoffwechselvorgänge im Körper vermutet. Daneben hellt Sport die Stimmung auf und hilft gegen das bei Krebserkrankungen häufig auftretende chronische Erschöpfungssyndrom.

Bewegung dauerhaft in den Alltag integrieren

Die Deutsche Krebshilfe empfiehlt Krebspatienten, sich zur Therapie und Nachsorge in ein „Bewegungskontinuum“ zu begeben – das heißt von der Akutklinik über den Rehasport bis in den heimischen Alltag sportliche Betätigung zu einem Teil des Lebens zu machen. Die FSH bietet Krebspatienten in bundesweit mehr als 300 Selbsthilfegruppen verschiedene Möglichkeiten, sich zu bewegen. Die Teilnahme an den Treffen ist unverbindlich.

Quelle: http://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/sport-senkt-brustkrebs-risiko/


Schlafmangel ermüdet Gehirnzellen: Müdigkeit: ein Sicherheitsrisiko?

Schlafmangel wirkt sich negativ auf das Funktionsniveau der Gehirnzellen aus. Das zeigt eine neue Studie. Demnach leiten Gehirnzellen unter Müdigkeit Informationen langsamer und nur in abgeschwächter Form weiter.

Depression, Fettleibigkeit, Schlaganfall: nur drei der Gesundheitsrisiken, die in Zusammenhang mit Schlafmangel stehen. Eine verschlechterte Informationsverarbeitung gehört ebenfalls dazu, wie Forscher der Universität von Kalifornien und der Universität Tel Aviv berichten. Demnach beeinträchtigt ein Mangel an Schlaf die Fähigkeit der Nervenzellen, visuelle Eindrücke in bewusste Gedanken und Reaktionen zu übersetzen.

Schlafmangel beeinträchtigt die Informationsverarbeitung im Gehirn

Im Rahmen einer Hirnstudie wurde die Gehirnaktivität von zwölf Epileptikern beobachtet. Unter Schlafmangel sollten die Studienteilnehmer visuelle Aufgaben lösen. Dabei zeigte sich: Je müder die Patienten mit der Zeit wurden, desto schlechter fiel die Informationsverarbeitung und -weiterleitung der Gehirnzellen aus. „Im Gegensatz zur gewohnt raschen Reaktion antworteten die Nervenzellen langsamer, feuerten schwächer und die Übertragung zog sich länger hin als üblich“, erläutert Studienautor Dr. Yuval Nir. Die Ergebnisse sind laut den Forschern auf Nicht-Epileptiker übertragbar.

Müdigkeit am Steuer ähnlich gefährlich wie Trunkenheit

Während die meisten Gehirnregionen weiterhin auf normalem Niveau arbeiteten, zeigte sich in bestimmten Arealen bei zunehmender Müdigkeit eine schlafähnliche Gehirnaktivität. Die Studienautoren warnen, dass dies ein Sicherheitsrisiko vergleichbar mit dem von Alkoholkonsum bedeuten könne – zum Beispiel im Straßenverkehr.

Quelle: http://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/schlafmangel-ermuedet-gehirnzellen/


„Wechseljahre“ beim Mann: Braucht es Testosteron-Präparate?

Für Frauen sind die Wechseljahre eine einschneidende Phase ihres Lebens. Gelegentlich hört man aber auch bei Männern von einem ähnlichen im Alter auftretenden Phänomen. Was ist dran an den „Wechseljahren des Mannes“?

Unbestritten ist: Der Testosteron-Spiegel nimmt bei Männern ab dem 40. Lebensjahr kontinuierlich ab. Diese hormonelle Umstellung läuft jedoch weit weniger dramatisch ab als bei Frauen. Dr. Utta Petzold von der Barmer Ersatzkasse erklärt: „Der Testosteron-Spiegel sinkt jährlich nur um etwa ein bis zwei Prozent. Das macht sich äußerlich nicht immer bemerkbar und ist keine vergleichbar intensive hormonelle Umstellung wie bei Frauen in der Menopause. Wechseljahre durchleben Männer in dem Sinne nicht.“

Veränderungen im Alter haben nicht immer hormonelle Ursachen

Zwar durchleben auch Männer im Alter häufig körperliche Veränderungen wie Hitzewallungen, abnehmende Muskelkraft und Knochendichte sowie ein Nachlassen der Potenz. Diese verlaufen jedoch schleichend und haben nicht zwangsläufig hormonelle Ursachen. So spielt unter anderem Stress eine weitere Rolle.

Testosteron-Behandlung ist Nebenwirkungen oft nicht wert

Ein Testosteron-Präparat verschreiben Ärzte nur im Falle eines besonders gravierenden Mangels – zu dem es etwa nach einer Hodenerkrankung oder einem Tumor in der Hirnanhangdrüse kommen kann. Ansonsten überwiegen die Nebenwirkungen für gewöhnlich den Nutzen einer Testosteron-Behandlung. Petzold rät, die Testosteron-Ausschüttung lieber auf natürliche Weise zu steigern: „Ein gesunder Lebensstil wirkt sich positiv auf die Testosteron-Produktion und die Lebensqualität aus. Da hilft es schon, sich bewusst zu ernähren und ausreichend körperlich aktiv zu sein, besonders Muskelaufbau durch Kraftsport ist empfehlenswert.“

Quelle: http://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/wechseljahre-beim-mann/


Wundkleber statt Nadel und Faden: Bald weniger Komplikationen bei OPs?

Wunden im Körperinneren sind oft schwer zu nähen. Lassen sie sich nicht verschließen, droht Lebensgefahr. Ein neuartiger Wundkleber könnte das Risiko innerer Blutungen senken.

Die Idee eines Wundklebers ist in der Medizin nicht neu: Bereits jetzt werden entsprechende Kleber gelegentlich in Operationen eingesetzt. Dafür wird das blutgerinnend wirkende Protein Fibrin eingesetzt. Dies ist jedoch nicht nur teuer, sondern auch gefährlich, da es zu heftigen Immunreaktionen bei Patienten kommen kann.

Kleber fördert zusammen mit Bioglas Wundheilung

Forschende an der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben sich nun gemeinsam mit Ärzten einen neu entdeckten Klebeffekt von Siliziumdioxid- und Eisenoxid-Nanopartikeln zunutze gemacht, um einen verbesserten Wundkleber für den chirurgischen Einsatz zu entwickeln. Das Forscherteam kombinierte den Kleber mit Bioglas, welches aus Silizium, Kalzium, Natrium und Phosphor besteht. Je nach Zusammensetzung bindet es unterschiedlich gut an Knochen oder Weichgewebe und führt zur schnelleren Blutgerinnung. Die Materialien zur Wundheilung sind allesamt gesundheitlich unbedenklich.

Einsatz bei Rissen in der Darmwand vielversprechend

Erste Tests haben bereits begonnen, um den Kleber für Risse in der Darmwand zu verwenden. Die an Schweinedärmen gewonnenen Ergebnisse sind laut Empa vielversprechend. Auch weitere Einsatzmöglichkeiten sollen bald erforscht werden.

Quelle: http://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/wundkleber-statt-nadel-und-faden/


Allergien bei Kindern - Jeder 6. Heranwachsende betroffen

Heuschnupfen, Neurodermitis und Asthma zählen bei Kindern und Jugendlichen zu den häufigsten Erkrankungen. Die Daten einer aktuellen Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) belegen, dass fast jeder zweite Heranwachsende allergisch sensibilisiert ist.

Mehr als 2 Millionen Kinder und Jugendliche leiden unter Allergien

Das RKI veröffentlichte aktuelle Daten aus der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS). Die Datenerhebung fand in den Jahren 2014 bis 2017 statt und umfasste Befragungen und Laboruntersuchungen.

Demnach gehören allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen (allergische Rhinitis), Asthma bronchiale und Neurodermitis (atopisches Ekzem) zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei Kindern und Jugendlichen. Aktuell leidet etwa jedes sechste Kind (16,1 Prozent) an mindestens einer dieser allergischen Erkrankungen, das entspricht 2,1 Millionen Kindern in Deutschland.

Der Alltag ist durch die Beschwerden oft belastet. Beim Heuschnupfen kommt es infolge der allergischen Entzündungsreaktion zu Niesattacken mit Juckreiz, Schleimsekretion sowie erschwerter Nasenatmung. Oft sind die Augen mitbetroffen. Bei Asthma treten anfallsartige Verengungen der Atemwege auf, die zu Husten bis hin zu Atemnot führen. Neurodermitis ist eine allergische Erkrankung der Haut mit Juckreiz, Rötungen und Bläschen.

Aktuell leiden laut Studie durchschnittlich fast 9 Prozent der Kinder und Jugendlichen unter Heuschnupfen, an Neurodermitis sind 7 Prozent und an allergisch bedingtem Asthma knapp 4 Prozent erkrankt. Verglichen mit der KiGGS-Basiserhebung aus den Jahren 2003 bis 2006 ergaben sich keine Veränderungen und die Erkrankungshäufigkeiten stabilisierten sich auf hohem Niveau.

Hohe Allergiebereitschaft bei Jugendlichen in Deutschland

Die KIGGS-Studie untersuchte zusätzlich den Grad einer allergischen Sensibilisierung gegenüber den häufigsten Auslösern von Allergien bei jungen Menschen. Die Analyse der allergischen Sensibilisierung gibt Aufschluss über die Bereitschaft, eine Allergie zu entwickeln und umfasst die Messung von bestimmten Antikörpern im Blut (Immunglobulin E).

Die Allergiebereitschaft bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland liegt sehr hoch; bei etwa jedem zweiten Heranwachsenden liegt eine allergische Sensibilisierung vor. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die hohen Betroffenenzahlen zukünftig eine große Herausforderung für das Gesundheitssystem darstellen.

 

 

Quelle: https://www.apotheken.de/news/zurueck_zu/1/article/allergien-bei-kindern/


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